Stand: 17.02.2017 21:25 Uhr

1:1 - Braunschweigs Durststrecke hält an

von Hanno Bode, NDR.de
Phil Ofosu-Ayeh (l.) traf für Braunschweig gegen Aue, verschuldete aber auch einen Strafstoß.

Eintracht Braunschweig hat auch gegen das Tabellenschlusslicht FC Erzgebirge Aue seine Durststrecke nicht beenden können. Der Herbstmeister der zweiten Fußball-Bundesliga kam am Freitagabend gegen die Sachsen nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und wartet nun bereits seit fünf Partien auf einen dreifachen Punktgewinn. Phil Ofosu-Ayeh brachte den BTSV früh in Front (10.). Nach der Pause konnte Dimitri Nazarov per Handelfmeter für die "Veilchen" egalisieren (57.). Braunschweigs Rückstand auf Klassenprimus VfB Stuttgart, der zeitgleich mit 2:1 in Heidenheim siegte, beträgt nun bereits sieben Zähler. "Wir werden den Kopf jetzt nicht hängen lassen. Wir haben noch 13 Spiele - da ist noch alles möglich. Wenn man eine Serie startet, dann läuft es auch wieder ganz anders", sagte "Löwen"-Urgestein Ken Reichel im NDR 2 Interview. Der 30-Jährige gab allerdings zu, sich den Rückrundenstart "ganz anders" vorgestellt zu haben.

Ofosu-Ayeh rettet hinten und trifft vorne

Audio
02:59 min

Lieberknecht: "Die Situation tut weh"

17.02.2017 21:34 Uhr
NDR 2

Gegen Aue hat Braunschweig einen Sieg aus der Hand gegeben und wartet durch das 1:1 weiter auf den ersten Sieg 2017. Trainer Torsten Lieberknecht im Interview mit Mats Nickelsen. Audio (02:59 min)

Der akut abstiegsbedrohte Gast setzte im Stadion an der Hamburger Straße die ersten Ausrufezeichen. Zunächst mit zwei aktionistischen Fouls in Höhe der Mittellinie (5.), die vom Unparteiischen Lasse Koslowski als nicht verwarnungswürdig angesehen wurden. Dann besaß der auffällige Simon Skarlatidis nach einer Flanke von Calogero Rizzuto aus spitzem Winkel die erste nennenswerte Gelegenheit. Ofosu-Ayeh blockte den Schuss des Offensivmanns im letzten Moment ab (9.) und machte sich sogleich mit Siebenmeilenstiefeln auf den Weg nach vorn. Für seinen Sprint wurde der 25-Jährige mit seinem ersten Saisontor belohnt. Er musste eine Vorlage von Reichel, die Christoffer Nyman knapp verfehlt hatte, am langen Pfosten lediglich noch über die Linie bugsieren.

BTSV-Keeper Fejzic in Hälfte eins beschäftigungslos

21.Spieltag, 17.02.2017 18:30 Uhr

  • Braunschweig
  • 1:1


  • Erzgeb. Aue

Tore: 1:0 Ofosu-Ayeh (10.) 1:1 Nazarov (57., Handelfmeter)
Braunschweig: Fejzic - Correia, Valsvik, Decarli - Ofosu-Ayeh, Moll, K. Reichel - Omladic (46. Zuck), Biada (60. Kumbela) - Hernández, Nyman (77. Abdullahi)
Erzgeb. Aue: Männel - Rizzuto, Susac, S. Breitkreuz, Hertner - Tiffert, Samson - Skarlatidis (81. Bunjaku), Fandrich (46. Nazarov), N. Adler (46. F. Kaufmann) - Köpke
Zuschauer: 19630

Weitere Daten zum Spiel

Der Deutsch-Ghaner blieb auch in der Folge der Aktivposten in einer sehr bemühten Braunschweiger Mannschaft. Beinahe jeder der allerdings wenigen gefährlichen "Löwen"-Angriffe lief über Ofosu-Ayehs rechte Seite. Zu gefährlichen Abschlüssen kam die Elf von Coach Torsten Lieberknecht vor der Pause aber nicht mehr. Der finale Pass konnte von der vielbeinigen Auer Abwehr jeweils geklärt werden oder landete im Nirgendwo. Ebenso unpräzise agierten die Sachsen in der Vorwärtsbewegung, sodass BTSV-Schlussmann Jasmin Fejzic im ersten Durchgang kein einziges Mal ernsthaft geprüft wurde.

Strittiger Strafstoß führt zum Ausgleich

Der zweite Abschnitt sollte dann jedoch weitaus aufregender für den 30-Jährigen werden. Denn die "Veilchen" agierten nun viel druckvoller und zwingender als zuvor. Pascal Köpke (53.) und Nazarov (56.) gaben erste Warnschüsse ab, bevor ein weiterer Versuch von Letzterem Ofosu-Ayeh im Eintracht-Strafraum an den Arm sprang. Referee Koslowski wertete die Abwehraktion des Braunschweiger Torschützen als absichtliches Handspiel und zeigte auf den Punkt. Eine strittige Entscheidung. Nazarov behielt die Nerven, verlud Fejzic und egalisierte für das Tabellenschlusslicht.

Nyman, Reichel und Zuck verpassen den Siegtreffer

Der BTSV zeigte sich nur kurz geschockt und kam bald darauf durch Nyman (aus kurzer Distanz überweg/63.) und Reichel, der knapp neben den Kasten zielte (65.), zu zwei guten Chancen. Dass es um das Selbstvertrauen der Niedersachsen derzeit nicht allzu gut bestellt ist, zeigte sich dann in der 78. Minute, als der zur Pause für Nik Omladic eingewechselte Hendrick Zuck freistehend einen formidablen Querschläger fabrizierte und die Riesenchance zum 2:1 kläglich vergab. Es sollte bereits die letzte gute Gelegenheit für die seit Wochen zahnlosen "Löwen" gewesen sein. "Das war zu wenig von uns", resümierte Ofosu-Ayeh treffend.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 17.02.2017 | 22:40 Uhr

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