Massentierhaltung spaltet Norddeutschland
Die Produktion von günstigem Fleisch bringt Anwohner und auch kleinere Landwirte auf die Barrikaden. mehr
Der Bau neuer Mastanlagen und riesiger Schlachthöfe sorgt in ganz Norddeutschland für erhitzte Debatten. Gegner und Befürworter präsentieren ihre Positionen auch im Internet.
Der DBV ist der Spitzenverband der 18 Landesbauernverbände und der größte Interessenverband der deutschen Landwirte. Auf seiner Homepage bezieht der DBV Stellung zu aktuellen Geschehnissen und natürlich auch umstrittenen Themen wie Gentechnik oder Tierhaltung.
Auch innerhalb der Bauernschaft ist die Massentierhaltung umstritten. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, die sich als Gegengewicht zum Deutschen Bauernverband sieht, setzt sich für eine artgerechtere Tierhaltung ein.
Die Dachorganisation der Geflügelzüchter präsentiert auf der Seite "Deutsches Geflügel" ihre Sicht auf Tierhaltung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Zudem gibt es Verweise auf Studien zu diesen Themen.
Link: http://www.deutsches-gefluegel.de
Die Stiftung "für unsere Mitwelt" setzt sich für "Recht und Gerechtigkeit für unsere Mitgeschöpfe" ein und fordert insbesondere ein Ende der Massentierhaltung. In ihren Kampagnen setzt sie sich unter anderem für den Ausstieg aus dem Verkauf von Käfigeiern und die Förderung vegetarischer Ideen ein.
Die regionale Gruppe der Globalisierungsgegner hat sich insbesondere dem Protest gegen die Hähnchenmästerei verschrieben. Auf der Homepage gibt es unter anderem eine Faktensammlung "Massentierhaltung" sowie eine Übersichtskarte mit den Mastställen im Emsland.
Der Nabu hat auf seiner Internetseite einen eigenen Menüpunkt für das Thema Landwirtschaft. Behandelt werden unter anderem die Themen Ökolandbau und Agrarsubventionen.
Die Homepage der Initiative "für den Erhalt unseres Aller-Leine-Tals" ist Treffpunkt der Anwohner, die sich gegen die Pläne für Europas größten Geflügelschlachthof zur Wehr setzen.
Die Initiative "Leben am Tollensetal" ist die Plattform engagierter Bürger, die sich gegen "Europas größte Ferkelfabrik" wehren.
Für seine Schweine-Reportage reist der Autor Gerhard Waldherr nach Mecklenburg-Vorpommern und geht unter anderem der Frage nach, wer eigentlich etwas davon hat, wenn eine Region zur Sau gemacht wird. Vor allem die Agrar-Industrie zeigte sich wenig begeistert von seinen Recherchen.
Das Bundesjustizministerium informiert auf seinen Internetseiten über die Vorgaben zum "Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere". Unterpunkte sind unter anderem die "Anforderungen an das Halten von Legehennen" oder die "Besonderen Anforderungen an das Halten von Absatzferkeln".
Das umstrittene Ferkelzuchtunternehmen Straathof informiert auf seiner deutschen Online-Seite über Standorte, Biogasanlagen und das Angebot seiner Tiere. Zudem gibt es eine Unterseite mit Jobs.
Link: http://www.straathof.de