Stand: 27.03.2017 14:26 Uhr

Tipps und Tricks rund ums Ei

Bild vergrößern
Bunt bemalte Eier sind der Blickfang bei jedem Osterfrühstück.

Ob gekocht, als Spiegelei oder als Zutat von Kuchen und Süßspeisen: Eier gehören zu den beliebtesten Lebensmitteln und lassen sich auf vielerlei Arten zubereiten. Wichtig ist, bei Eiern immer auf die Haltbarkeit zu achten. Das gilt in besonderem Maße für alle Speisen, die mit rohem Ei zubereitet werden, wie etwa Tiramisu oder Pudding. Diese Gerichte sollten immer nur ganz frisch zubereitet und möglichst noch am selben Tag gegessen werden.

.

Ostern: Eier gesund zubereiten

Markt -

Gerührt, gekocht, gebraten: Wie sind Eier am gesündesten? Markt macht den Vergleich und gibt Tipps zum Nährwert, zur Lagerung und zur Zubereitung.

4,6 bei 10 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Download

Eiweiß und Eigelb lagern und einfrieren

Etwas länger halten sich Reste von Eiweiß und Eigelb, wie sie etwa beim Auspusten von Eiern für die Osterdekoration übrig bleiben. Abgedeckt in einer Schüssel im Kühlschrank lässt sich beides etwa zwei bis drei Tage aufbewahren. Wer möchte, kann beides auch einfrieren. Dazu etwas Salz oder Zucker zu der Masse geben. In der Tiefkühltruhe bei minus 18 Grad hält sich ein Ei ohne Schale so sechs bis zehn Monate. Hat man nur Eiweiß übrig, lässt sich dieses auch ohne Zugabe von Salz oder Zucker einfrieren. Tiefgekühlt hält es bis zu ein Jahr.

Wie lange halten rohe Eier?

Bild vergrößern
Anders als auf diesem Foto sollten Eier möglichst mit der Spitze nach unten lagern. So halten sie länger frisch.

Beim Kauf von Eiern empfiehlt es sich, immer auf das Mindesthaltbarkeitsdatum zu achten. Es endet 28 Tage nach dem Legedatum. Danach sind die Eier aber bei richtiger Lagerung noch nicht schlecht. Sie sollten aber nur noch zum Kochen oder Backen verwendet werden. Wichtig ist, dass sie auf eine Temperatur von über 70 Grad erhitzt werden, um mögliche Keime, wie etwa Salmonellen, abzutöten.

Am besten lagern rohe Eier im Eierfach in der Kühlschranktür. Sie sollten immer getrennt von anderen Lebensmitteln aufbewahrt werden, da die Schale luftdurchlässig ist und die Eier Gerüche von stark riechenden Lebensmitteln wie Zwiebeln annehmen können. Die Eier vor dem Einlagern nicht waschen, um die natürliche Schutzschicht der Schale zu erhalten. Am besten mit dem spitzeren Ende nach unten aufbewahren, so halten sie sich länger. Das liegt daran, dass sich so die natürliche Luftkammer im Ei oben befindet. Andersherum gelagert steigt die Luft aus dieser Kammer nach einer Weile nach oben, wobei sich die Eihaut ablösen und Keime eindringen können.

Ist das Ei noch frisch?

Ob ein rohes Ei noch frisch ist, lässt sich ganz einfach testen: Dazu das Ei in ein Glas mit kaltem Wasser legen. Ein frisches Ei bleibt am Boden liegen, ältere Eier richten sich auf oder schwimmen an die Wasseroberfläche. Das liegt daran, dass aus einem älteren Ei schon Flüssigkeit durch die Schale hindurch verdunstet ist und der innere Hohlraum für Auftrieb sorgt. Mit etwas Übung lässt sich auch nach dem Aufschlagen erkennen, ob ein Ei ganz frisch oder bereits etwas älter ist: Bei frischen Eiern wölbt sich der Dotter und auch das Eiweiß nach oben, beim älteren Ei fließt das Eiweiß weit auseinander, der Eidotter ist flacher.

Wer nicht sicher ist, ob ein Ei noch frisch ist, sollte es kochen oder braten. Dadurch ist die Gefahr durch Keime gebannt. Danach lässt sich leicht und gefahrlos herausschmecken und auch riechen, ob ein Ei noch genießbar ist: Was noch gut riecht und schmeckt, ist auch noch gut.

Hart gekochte Eier bilden manchmal einen grünlichen Rand rund um das Eigelb aus. Dabei handelt es sich um eine chemische Reaktion auf das Kochen zwischen dem Eisen des Eigelbs und dem Schwefel im Eiweiß. Geschmacklich und qualitativ ändert sich dadurch aber nichts.

Anpiksen und Abschrecken nicht nötig

Bild vergrößern
Nur wer sein Ei weich mag, sollte es nach dem Kochen abschrecken.

Dass Eier, die zuvor angestochen wurden, beim Kochen nicht platzen, gehört ins Reich der Koch-Legenden. Experimente zeigten: Im Schnitt geht etwa jedes zehnte Ei beim Kochen kaputt - egal, ob angepikst oder nicht. Hilfreicher ist es, Salz oder Essig in das Kochwasser zu geben. Dadurch gerinnt das austretende Eiweiß sofort und verschließt die Bruchstelle. Wer sein Ei hart gekocht mag, kann auch auf das Abschrecken verzichten. Durch das kalte Wasser lässt sich das Ei nicht leichter pellen, es verringert sich jedoch die Haltbarkeit. Wie gut sich die Schale löst, hängt davon ab, wie frisch das Ei ist: Je frischer, desto schlechter lässt es sich pellen. Für weich gekochte Eier empfiehlt sich dagegen das Abschrecken, um den Garvorgang zu stoppen.

Weitere Informationen

Ostereier: Natürlich färben und Muster gestalten

Muster von Blättern oder Motive wie Hasen auf natürlich gefärbten Eiern: Diese individuell gestalteten Ostereier sehen nicht nur wunderschön aus, sie schmecken auch noch gut. mehr

mit Video

Die Kennzeichnung von Eiern verstehen

Auch heute noch werden Legehennen in engen Käfigen gehalten. Doch immer mehr Menschen legen Wert auf Eier aus artgerechter Haltung. Wie erkennt der Verbraucher sie? mehr

Rezepte mit Eiern

Ei im Glas, Rührei, Eiersalat oder Süßes mit Eierlikör - eine Auswahl von Rezepten mit Eiern, die nicht nur zu Ostern schmecken. mehr

Dieses Thema im Programm:

Lebensmittel-Check mit Tim Mälzer | 15.08.2016 | 21:00 Uhr

Ostern: Tipps für schöne Feiertage

Vier freie Tage am Stück: Ostern lädt zum Entspannen und Genießen ein. Mit unseren Rezepten, Deko-Ideen und Ausflugstipps wird das Fest noch schöner. mehr

Mehr Ratgeber

01:52

Sortenvielfalt: Ein Verein im Dienst der Tomate

22.10.2017 19:30 Uhr
Hamburg Journal
29:38

So isst der Norden: Küchenklassiker auf Sylt

22.10.2017 16:30 Uhr
Sass: So isst der Norden
03:23

Wanderung durchs Mönchguter Land

21.10.2017 18:00 Uhr
Nordtour