Stand: 03.05.2017 11:31 Uhr

Pflanzgefäße: Welches eignet sich wofür?

von Helge Masch

Kübelpflanzen sind sowohl im Garten als auch auf Terrasse und Balkon beliebt. Bei der Auswahl der Pflanzkübel sollte aber nicht allein die Optik das Kriterium sein, denn vor allem das Material ist für ein gutes Wachstum der Pflanzen entscheidend.

Blumen vor einem Regal mit Blumentopfuntersetzern © NDR

Pflanzgefäße für Balkon und Terrasse

NDR 90,3 - Der Garten -

Der Frühling ist ein guter Zeitpunkt, um den Balkon mit schönen Blumen zu bepflanzen. Welcher Topf eignet sich? Gartenexperte Helge Masch stellt Blumenkasten-Systeme vor.

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Kunststoffkübel: Leicht, aber begrenzte Haltbarkeit

Kunststoffkübel bieten viele Vorteile. Sie sind leicht und das Material verhindert, dass Wasser schnell verdunstet. Pflanzen, die wie beispielsweise Lavendel eher trockene Böden bevorzugen, sollten deshalb besser nicht in so ein Gefäß gesetzt werden. Das Umtopfen ist hingegen unkompliziert: Da die Wurzeln an der glatten Oberfläche nicht haften, können keine Wurzeln abreißen und empfindliche Pflanzen schädigen. Allerdings ist die Haltbarkeit von Kunststoffkübeln begrenzt, denn die Sonneneinstrahlung lässt sie leicht spröde werden.

Terrakottakübel und Tontopf: Langlebig, aber schwer

Terrakotta- und Tontöpfe sind viele Jahre haltbar, je nach Größe allerdings auch schwer zu transportieren. Wenn die Gefäße nicht lackiert sind, entweicht Wasser durch die poröse Struktur. Das Wasser verdunstet an der Außenwand und hinterlässt unschöne weiße Kalkflecken oder es entwickeln sich Moose und Flechten, sodass die Töpfe regelmäßig gereinigt werden müssen.

Tipp: Am besten die Pflanzen in einen Topf aus Kunststoff pflanzen und diesen in einen Terrakottakübel stellen. Die Pflanzen können so leichter transportiert werden und auf dem Terrakottatopf entsteht kein Belag.

Zinkwannen besser nicht direkt bepflanzen

Auch Zinkbehälter sind lang haltbar und leicht. Zink kann sich je nach Witterung allerdings zersetzen, geht in die Erde über und wird dann von den Pflanzen aufgenommen. Die Folge: Die Pflanzen können absterben. Kunststoff- oder Teichfolie in der Wanne schützt die Pflanzen. Auch Weidenkörbe sollten mit Folie ausgelegt werden oder besser nur als Übertopf dienen, da das Naturprodukt durch dauerhafte Feuchtigkeit ebenfalls geschädigt wird.

Kübel aus Lärchenholz sind etwa zehn Jahre haltbar, sind allerdings ab einer bestimmten Größe wegen ihres hohen Gewichts kaum zu transportieren.

Der richtige Dünger für Kübelpflanzen

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Dünger ist für Kübelpflanzen besonders wichtig, da sie ihre Nährstoffe nicht aus dem Gartenboden ziehen können.

Kübelpflanzen gedeihen besonders gut in hochwertigem Substrat. Für die Nährstoffversorgung sind mineralische Düngemittel besonders empfehlenswert, da die Pflanzen diesen direkt aufnehmen können. Sogenannte kunstharzummantelte Dünger sind zwar teurer als herkömmliche, zeigen jedoch eine exzellente Wirkung. Diese Dünger führen meistens den Ausdruck "cote" im Namen und wirken bis zu sechs Monate, bedürfen also nur einer Anwendung pro Saison.

Darauf kommt es beim Gießen an

Beim Gießen ist Fingerspitzengefühl gefragt, zu viel Wasser lässt die Wurzeln faulen - ist es zu wenig, vertrocknen die Wurzeln. Für Pflanzen mit hohem Wasser- und Nährstoffbedarf ist ein Untersetzer empfehlenswert. So wird vermieden, dass Nährstoffe aus dem Substrat der Pflanze entzogen werden oder ins Grundwasser gelangen. Um Staunässe zu vermeiden, sollte das Abzugsloch im Topf mit einer Tonscherbe bedeckt werden. Auch Standort und Luftfeuchtigkeit müssen den Bedürfnissen der Pflanze angemessen sein, damit sie gut gedeihen kann.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Der Garten | 03.05.2017 | 20:00 Uhr

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