Stand: 06.09.2017 10:01 Uhr

Hortensien-Pflege leicht gemacht

Lange galten sie als altmodisch, heute blühen sie wieder in fast jedem Garten: Hortensien (Hydrangea). Mit ihren blütenbesetzten Dolden bilden sie Farbtupfer in Violett, Rosa oder Blau. Die blühfreudigen Pflanzen bevorzugen einen Standort im Halbschatten, aber die meisten Arten vertragen auch ein sonniges Plätzchen. Der Boden sollte tiefgründig, locker und humos sein und der Standort windgeschützt.

Rosa verfärbte Dolde einer Rispenhortensie © NDR

Hortensien durch Stecklinge vermehren

Mein Nachmittag -

Sie können von Hortensien nicht genug bekommen? Mit Stecklingen lassen sie sich ganz leicht vermehren. So entstehen aus einer Pflanze ganz viele.

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Nicht austrocknen lassen

Generell gilt: Hortensien lieben Wasser und müssen daher vor allem bei trockenem und warmem Wetter feucht gehalten werden. Auch Hortensien im Kübel dürfen nicht austrocknen - wobei immer darauf geachtet werden muss, dass es keine Staunässe gibt. Vor dem Pflanzen sollten sie für etwa zehn Minuten in einen mit Wasser gefüllten Eimer gestellt werden. Wer seine Zimmer-Hortensien in den Garten pflanzt und auch hier das Gießen nicht vergisst, hat schnell einen schönen großen Hortensien-Busch im Beet.

Der richtige Schnitt für Hortensien

Wann und wie stark eine Hortensie beschnitten werden sollte, hängt von der jeweiligen Sorte ab. Bei der Bauernhortensie beziehungsweise Japanhortensie sowie der Kletterhortensie sollten im Frühling nur erfrorene oder abgestorbene Triebe entfernt werden. Schneidet man zu viel, blüht die Pflanze nicht mehr so üppig oder gar nicht, denn die Blüten werden bereits im Vorjahr angelegt. Soll eine ältere Hortensie verjüngt werden, lohnt sich ein radikaler Rückschnitt bis zu einer Handbreit über dem Boden. Sie blüht dann zwar noch nicht im aktuellen Jahr - doch schon im Jahr darauf wirkt die Hortensie wieder wie neu. Die Rispenhortensie verträgt dagegen einen starken Rückschnitt im Winter und belohnt dies mit buschigem Wuchs und vielen Blüten. Auch die Waldhortensie und die Eichenblättrige Hortensie können im Winter stärker zurückgeschnitten werden.

Hortensien überwintern

Hortensien sind prinzipiell winterhart. Zur Sicherheit sollte man sie mit einem leichten Winterschutz aus Reisig vor strengem Frost schützen. Bei Kübelpflanzen sollte das Gefäß mindestens einen Durchmesser von 30 bis 40 Zentimetern haben. Pflanzen in kleineren Töpfen sollten an einem weitestgehend frostfreien, aber kalten Ort bei circa 3 bis 5 Grad überwintern.

Dünger gibt Kraft

Im Fachhandel ist spezieller Hortensien-Dünger erhältlich, geeignet ist aber auch Azaleen- oder Rhododendron-Dünger. Die Düngerzugabe sollte zwischen Mai und Juli erfolgen. Der Dünger ist stickstoffbetont und enthält wenig Phosphor.

Hortensien blau färben

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Von Natur aus gibt es keine blauen Hortensienblüten.

Blaue Hortensien gibt von Natur aus nicht - erst die Zusammensetzung des Bodens bewirkt, dass die Blüten blau werden. Das funktioniert allerdings nur bei rosafarbenen Pflanzen, eine weiße oder rein rote Blüte lässt sich nicht umfärben. Die farbliche Veränderung dauert einige Zeit, meist ist sie erst im zweiten Jahr vollständig. Wichtig für eine blaue Blüte ist ein saurer Boden (pH-Wert 4,0 bis 4,5) und das Vorkommen von Aluminium. Dies entspricht der Bodenbeschaffenheit, die auch für Rhododendren wichtig ist. Deshalb bei alkalischem Boden einfach ein großes Pflanzloch graben und mit Rhododendron-Erde anfüllen.

Das für die Blaufärbung verantwortliche Aluminium wird dem Boden durch ein im Fachhandel erhältliches Blaufärbemittel oder durch Kalialaun aus der Apotheke zugeführt. In der sauren Umgebung kann die Pflanze das Aluminium aufnehmen und die Farbstoffe in den Blüten einlagern. Um sauren Boden zu erhalten, ist insbesondere bei Pflanzung in Kübeln darauf zu achten, nur Regenwasser beziehungsweise sehr weiches Wasser zu verwenden.

Welche Pflege für welche Hortensie?

Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 05.06.2017 | 16:20 Uhr

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