Stand: 09.06.2017 10:13 Uhr

Blumensamen ernten für das nächste Jahr

Der Spätsommer ist genau der richtige Zeitpunkt, um Blumensamen aus dem eigenen Garten zu sammeln. Bei Pflanzen, die ihre beste Zeit jetzt hinter sich haben, verwelken die Blüten und die Pflanzen setzen Samen an. 

Saatgut selbst herstellen

Das Ernten des Samens ist ziemlich einfach. Wer es allerdings zum ersten Mal versucht, sollte sich an Frauenmantel, Stockrose oder Mädchenauge heranwagen. Es klappt in der Regel auch bei Akelei, Königskerze, Ziermohn oder Zitronenmelisse im Kräutergarten.

Samen müssen trocken sein

Wichtig ist, dass erst dann geerntet wird, wenn sich bei Stauden die Samenhüllen oder Kapseln braun verfärbt haben. Erst dann ist der Samen reif. Außerdem sollte es ein trockener Tag sein, denn nasser Samen schimmelt später leichter. Die braune Samenkapsel wird abgelöst und geöffnet. Die einzelnen Samen sind dann schon sichtbar. Sie werden herausgenommen und zum Trocknen einige Tage im Schuppen oder Haus auf Zeitungspapier gelegt, damit ihnen die Restfeuchte entzogen wird. Alternativ kann die Saat auch in einer leeren Streichholzschachtel aufbewahrt werden, die Pappe nimmt Restfeuchtigkeit auf und gibt sie weiter, sodass kein Schimmel entstehen kann. Wer ein verschließbares Glasgefäß verwenden möchte, sollte aus diesem Grund ein Stück Papier mit hinein tun. Die Beschriftung nicht vergessen.

Der selbst geerntete Samen sollte über den Winter möglichst dunkel gelagert werden. Die Samen dann im nächsten Frühjahr in noch freie Gartenecken setzen. So wachsen später kostenlos viele neue Pflanzen im Garten. Richtig gelagert bleibt der Samen ungefähr drei Jahre lang keimfähig.

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Dieses Thema im Programm:

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