Stand: 08.03.2013 11:52 Uhr  | Archiv

Kälteeinbruch: Brauchen Pflanzen Schutz?

von Ralf Walter
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Empfindliche Kübelpflanzen müssen bei wiederkehrenden Minustemperaturen zurück in das Winterquartier.

Strahlender Sonnenschein sorgt nicht nur für Frühlingsgefühle bei Menschen - auch die Pflanzen hat die Sonne aus dem Winterschlaf geweckt. Wenn dann aber eine neue Kältewelle kommt, heißt es für den Gartenbesitzer: schnell handeln, damit die bereits abgeräumten Beete keinen Schaden nehmen. Diese besser wieder mit Laub bestreuen. Empfindliche Pflanzen sollten ebenfalls geschützt und mit einem Vlies bedeckt werden. Kübelpflanzen, die vielleicht schon aus dem Winterquartier geholt worden sind, müssen zurück in den Keller oder Schuppen.

Schneedecke bietet Schutz

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Minusgrade können den ersten Frühlingsboten, dem Schneeglöckchen, nichts anhaben.

Die allermeisten Pflanzen kommen aber mit fast jedem Wetter zurecht. Der Schnee ist für die Gartenbesitzer so etwas wie eine kostenlose Isolierschicht auf den Beeten. Der Frost dringt dann kaum oder gar nicht in den Boden ein. Vom Schnee profitieren auch die Pflanzen, die jetzt schon Blüten geschoben haben. Gut zugedeckt unter einer weißen Haube trotzen sie der Kälte. Frühblüher, wie die Schneeglöckchen, haben überhaupt keine Probleme mit der Kälte. Sie bilden, wie viele andere früh blühende Zwiebelpflanzen, eine Art Frostschutzmittel in ihren Zellen. Dadurch wird das Erfrieren verhindert. Bei Pflanzen, die diesen natürlichen Frostschutz nicht haben, wie Strauchpfingstrosen oder Schneebälle, können die Blüten oder Triebe leiden. Bei diesen Pflanzen fällt im Extremfall die Blüte in diesem Jahr aus, die Pflanze überlebt aber in den allermeisten Fällen.

Pflanzen haben Schutzfunktionen

Gerade wenn es draußen sehr kalt ist, fragen sich besorgte Gartenbesitzer häufig, warum zum Beispiel einige immergrüne Gehölze, wie der Rhododendron, die Blätter eindrehen. Es besteht jedoch kein Grund zur Sorge: Der Rhododendron ist nicht krank. Das Eindrehen der Blätter ist eine Schutzfunktion der Pflanze bei großer Kälte. Durch das Eindrehen wird die Oberfläche verkleinert und kalte Winde können dann keinen so großen Schaden anrichten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 09.03.2013 | 07:20 Uhr

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