Stand: 20.06.2014 14:31 Uhr

Weniger Unkraut durch Mulchen

von Ralf Walter

In den Gärten ist jetzt die schönste Zeit des Jahres angebrochen. Rosen, Hortensien, Dahlien und viele andere Blumen blühen, der Rasen ist sattgrün und in den Gemüsegärten wachsen Tomaten, Gurken und zahlreiche weitere Gemüse- und Obstsorten. Neben diesen vielen positiven Seiten macht der Garten aber auch Arbeit und einige Gartenbesitzer denken mit Grausen an das Jäten des Unkrauts in den Beeten.

Welker Rasenschnitt hilft gegen Unkraut

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Ein wirksames Mittel gegen Unkraut ist Rindenmulch, der auf die Beete gebracht wird.

Um sich die anstrengende Tätigkeit zu ersparen, mulchen immer mehr Gartenbesitzer ihre Beete. In den Gartenmärkten kaufen sie Säcke mit Rindenmulch, mancher häckselt selbst angefallenen Strauchschnitt klein und verteilt ihn. Geeignet ist auch welker Rasenschnitt. Frischer Rasenschnitt sollte nicht verwendet werden, er enthält zu viel Wasser und könnte, wenn er in zu dicken Lagen ausgebracht wird, schimmeln. Eine fingerdicke Schicht Mulch unterdrückt unerwünschte Pflanzen im Garten und gemulchte Beete halten die Feuchtigkeit besser im Boden, weil die Sonne nicht direkt auf den Boden scheinen kann und er so langsamer austrocknet. Das sind einige der Vorteile des Mulchens. 

Beim Mulchen ist Dünger unerlässlich

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Vor dem Mulchen sollten die Beete gedüngt werden. Damit wird für ausreichend Stickstoff für die Pflanzen gesorgt.

Leider denken viele Gartenbesitzer nicht daran, ihre Beete vor dem Mulchen zu düngen. Das Mulchmaterial wird im Laufe der Zeit von den kleinen Bodenlebewesen zersetzt und dazu benötigen diese Mikroorganismen Stickstoff. Diesen Stickstoff entziehen sie dem Boden. Und dieser Stickstoff fehlt dann den Stauden und Gehölzen im Beet. Die Folge ist, dass sie nicht mehr richtig wachsen und oft gelbe Blätter bekommen. Daher sollte vor dem Mulchen unbedingt ein Langzeitdünger, etwa in Form von Hornspänen, ausgebracht werden.

Bei Rosen auf das Mulchen besser verzichten

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Rosenbeete nicht mulchen: Krankheitserreger aus abgefallenen, kranken Rosenblättern könnten in der Mulchschicht überwintern.

Bei Rosenbeeten sollte man auf das Mulchen verzichten. Rosen leiden manchmal an Pilzerkrankungen wie Rosenrost oder Sternrußtau. Da ist es wichtig, die Blätter, die auf den Boden fallen, aufzusammeln und zu entsorgen. Ist aber eine dicke Mulchschicht auf dem Rosenbeet ausgebracht worden, ist es ausgesprochen schwierig, die kranken Blätter aus dem Mulchmaterial herauszusuchen. Dann überwintern die Krankheitserreger im Mulchbeet und im nächsten Jahr gibt es mit aller Wahrscheinlichkeit erneut Probleme mit Pilzerkrankungen an den Rosen.  

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 21.06.2014 | 07:20 Uhr

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