Stand: 14.12.2016 11:11 Uhr

Tipps zum Kauf von Weihnachtsbäumen

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Die Auswahl des passenden Baumes aus dem riesigen Angebot ist schwierig.

Ein Weihnachtsbaum gehört für die meisten Deutschen unbedingt zum Fest: Etwa 25 Millionen Nordmanntannen, Blaufichten und Edeltannen werden jährlich in Deutschland verkauft und schmücken Wohnzimmer, Balkone und öffentliche Räume. Beim Kauf spielen meist persönliche Vorlieben und der Preis die entscheidenden Rollen. Allerdings ist es auch sinnvoll, ökologische Kriterien zu beachten, denn viele Bäume stammen von intensiv bewirtschafteten Flächen.

Woher stammen die Bäume?

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Mehr als 80 Prozent der Weihnachtsbäume wachsen in Deutschland heran, der Rest wird überwiegend aus Dänemark importiert. Die wichtigsten deutschen Anbauflächen liegen in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die Bäume müssen etwa zehn Jahre wachsen, bis sie rund zwei Meter groß sind. Dann werden sie gefällt und verkauft.

Manche Experten raten aus ökologischen Gründen Fichten, Kiefern oder Tannen zu kaufen, die bei der Durchforstung heimischer Wälder anfallen. Allerdings decken sie nur rund fünf Prozent des Bedarfs. Mindestens alle zehn Jahre müssen in jungen Waldbeständen einige Bäume weichen, damit sich die kräftigsten Stämme weiterentwickeln können.

Was kostet der Baum?

Die Preise für Weihnachtsbäume bleiben in diesem Jahr weitgehend stabil. Eine zwei Meter große Nordmanntanne kostet Experten zufolge 32 bis 45 Euro. Blaufichten gleicher Länge schlagen mit etwa 20 bis 26 Euro zu Buche. Der Preis für einfache Fichten liegt bei fünf bis sieben Euro pro Meter.
Deutliche Preisunterschiede bestehen zwischen dem Fachhandel wie Baumschulen oder Gärtnereien, speziellen Verkaufsständen in Städten sowie Bau- oder Supermärkten.

Ist der Baum noch frisch?

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An den Schnittstellen kann man erkennen, wie frisch ein Baum ist.

Weihnachtsbäume aus der Region haben kürzere Transportwege und sind daher meist frischer. Ob ein Baum vor Kurzem geschlagen wurde, lässt sich an der hellen Schnittfläche erkennen. Bei Bäumen, die schon länger gelegen haben, wird die Schnittstelle grau. Ein weiterer Hinweis sind die Nadeln: Stechen sie bereits beim Kauf in die Haut, ist der Baum nicht mehr frisch.

Ganz frisch ist der Weihnachtsbaum, wenn man ihn selbst schlägt. Forstämter, Baumschulen und Bauernhöfe bieten das an vielen Orten im Norden an, besonders in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

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Satt grün oder bläulich, lange oder kurze Nadeln: Als Weihnachtsbaum eignen sich verschiedene Baumarten. Mit einem Marktanteil von fast 80 Prozent sind Nordmanntannen die beliebtesten Bäume zum Fest. Ihre Nadeln sind relativ weich, trocknen nicht so schnell aus und fallen auch trocken kaum ab. Allerdings verströmen Nordmanntannen nicht den typischen Tannenbaum-Duft, denn der Harz-Gehalt ist gering. In der Käufergunst folgen Blaufichte, Fichte und Edeltanne.

Biobäume sorgen für gutes Klima

Empfehlenswert, aber etwas teurer als konventionelle, sind ungespritzte, ökologisch gezogene Weihnachtsbäume. Auch sie stammen aus Kulturen, wachsen aber ohne Spritzmittel-Einsatz. Das ist nicht nur gut für die Natur, sondern auch für das Raumklima. Öko-Weihnachtsbäume gibt es etwa bei Bio-Landwirten zu kaufen. Verbraucher erkennen sie beispielsweise an einem Zertifikat der Organisation zur Förderung verantwortungsvoller Waldwirtschaft, Forest Stewardship Council (FSC). Das grüne Logo mit einem stilisierten Baum wird nur an Forstbetriebe mit umweltverträglicher Waldwirtschaft vergeben. Etwa zehn Prozent der Waldfläche in Deutschland ist bisher entsprechend zertifiziert.

Bäume mit Ballen wachsen selten weiter

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Die meisten Weihnachtsbäume stammen von Plantagen.

Der Kauf eines Nadelbaums mit Ballen scheint ökologisch sinnvoll, ist es aber nicht. Grund: Beim Ausgraben geht viel Ackerkrume verloren. In Hanglagen kann das die Erosion fördern. Außerdem wächst ein Baum, der bei 20 Grad Wärme im Zimmer gestanden hat und dann ins Freie gesetzt wird, in der Regel nicht wieder an. Wer es dennoch versuchen möchte, sollte den Baum nur wenige Tage ins Zimmer holen und ihn erst einpflanzen, wenn der Boden frostfrei ist.

So bleibt der Weihnachtsbaum lange frisch

  • Bei längerem Transport auf dem Autodach den Baum in Folie einschlagen. Sonst verliert er im Fahrtwind erhebliche Mengen Wasser und trocknet aus.
  • Den Baum zu Hause kühl stellen - am besten auf Terrasse, Balkon oder im Keller in einem Eimer Wasser - und erst kurz vor dem Fest in die Wohnung holen.
  • Den Baum auch in der Wohnung mit Wasser versorgen. Die Aufnahme wird erleichtert, wenn die Sägestelle frisch ist. Den Baum am besten vor dem Aufstellen einige Zentimeter frisch anschneiden und in einen Ständer mit Wasserbehälter stellen. Diesen regelmäßig nachfüllen. Ein etwa zwei Meter hoher Baum braucht etwa zwei Liter Wasser am Tag.
  • Den Baum möglichst weit entfernt von der Heizung oder anderen Wärmequellen aufstellen.

Plastik eher unbeliebt

Eine Außenseiterrolle zu Weihnachten spielen Plastikbäume, die in etwa fünf Prozent der Haushalte stehen. Nicht nur die Herstellung belaste die Umwelt, auch bei der Müllverbrennung würden Schadstoffe freigesetzt, so die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Ein echter Baum hingegen kann nach den Festtagen umweltfreundlich zu Humus verarbeitet werden.

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Dieses Thema im Programm:

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