Stand: 18.01.2017 10:03 Uhr

Havarierter Frachter in Hamburg angekommen

Schiffe können wieder in und aus dem Hamburger Hafen fahren. Nach der Havarie des Frachters "Cape Leonidas" ist der Hafen wieder erreichbar. Mit einem Motorschaden hatte sie über Stunden den Schiffsverkehr auf der Elbe blockiert. Mit der Nachmittagsflut brachten sechs Schlepper das Schiff in den Hamburger Sandauhafen. Zuvor musste laut dem Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) ein besonders großes Schiff auf der Elbe gedreht werden. Solange wurde der "Cape Leonidas" von den Schleppern in der Elbmitte gehalten. Am Abend machte der Frachter am Hansaport-Terminal neben der Köhlbrandbrücke fest. Dort sollte ohnehin die Ladung des Frachters gelöscht werden. Er hatte Eisenerz geladen.

Schlepper ziehen den Frachter nach Hamburg

Die "Cape Leonidas" lag seit Dienstagfrüh, 4.15 Uhr morgens manövrierunfähig vor Kollmar (Kreis Steinburg). Nach Informationen von NDR 90,3 ließ sich die Hauptmaschine nicht wieder starten. Schiffe konnten den Hamburger Hafen deshalb bis in den Nachmittag hinein nicht mehr erreichen oder verlassen. Sie mussten entweder im Hafen bleiben oder auf Reede auf der Nordsee. Nach Angaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) lief der Massengutfrachter allerdings nicht auf Grund. Kapitän und Lotsen hatten offenbar noch rechtzeitig einen Anker fallen lassen. Mehre Schlepper hielten das Schiff in der Fahrrinne. Öl ist laut WSV nicht ausgetreten. Zur Sicherheit war allerdings das Mehrzweckschiff "Neuwerk" vor Ort.

Auf dem Weg von Narvik

Die "Cape Leonidas", die unter der Flagge der Marshallinseln fährt, ist knapp 292 Meter lang, 45 Meter breit und hat einen Tiefgang von mehr als 15 Metern. Das Schiff ist vor sieben Jahren vom Stapel gelaufen. Der Frachter kam vom norwegischen Hafen Narvik, als es zu der Havarie kam.

Havarierte "Cape Leonidas" stoppt Schiffsverkehr

Nord-Ostsee-Kanal nicht betroffen

Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes gab es keine Auswirkungen für den Schiffsverkehr im Nord-Ostsee-Kanal. An den Schleusen in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) und Kiel gab es die üblichen Wartezeiten von etwa einer Stunde.

Karte: Frachter blockiert die Unterelbe
Kommentar

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.01.2017 | 12:00 Uhr

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