Stand: 07.07.2015 22:14 Uhr

"Buxtehuder Bulle" geht an David Safier

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Der Bremer Schriftsteller David Safier erhält den "Buxtehuder Bullen". (Archivbild)

Warschau 1943. Mira ist 16 Jahre alt. Sie lebt im Warschauer Ghetto. Weil sie sich, ihre kleine Schwester und ihre Mutter durchbringen will, schmuggelt sie Lebensmittel. Für die Geschichte um das mutige Mädchen, das sich schließlich dem Widerstand anschließt, hat der Bremer Schriftsteller David Savier nun den renommierten deutschen Jugendbuchpreis "Buxtehuder Bulle" erhalten. Der Roman "28 Tage lang", der im Rowohl-Verlag erschien, setzte sich in der Finalrunde gegen weitere sieben Titel durch - für ihn stimmten alle 22 Jurymitglieder geschlossen.

Wahl aus 90 Neuerscheinungen

Die Laienjury, die sich zur Hälfte aus Jugendlichen und Erwachsenen zusammensetzt, hat den Titel aus insgesamt 90 Neuerscheinungen des vergangenen Jahres ausgewählt. Die hohe Zahl der Bücher sei ein "absoluter Rekord" gewesen, sagte die Organisatorin und Buxtehuder Bibliotheksleiterin Ulrike Mensching. Im Herbst soll Safier der Preis voraussichtlich übergeben werden. Dass er ausgerechnet für diesen Roman ausgezeichnet wurde, dürfte ihn überrascht haben. Schließlich ist Safier vor allem für unterhaltsame Geschichten wie "Mieses Karma", "Jesus liebt mich" oder "Plötzlich Shakespeare" bekannt.

Jostein Gaarder war schon Preisträger

Seit 1971 wird der "Bulle" jährlich für das beste in deutscher Sprache veröffentlichte Jugendbuch des jeweiligen Vorjahres verliehen. Ziel der Auszeichnung ist es, Jugendliche zu intensivem Lesen zu bewegen und gleichzeitig gute Jugendbücher zu fördern. In der Vergangenheit ging der mit 5.000 Euro dotierte "Bulle" unter anderem an Suzanne Collins, Michael Ende, Gudrun Pausewang und Jostein Gaarder. 2014 bekam die Berliner Autorin Christine Fehér den Preis. Dass Safier den Preis im Herbst persönlich entgegen nehmen will, hat er jedenfalls schon zugesagt. Die Jury teilte dem Autoren die Entscheidung telefonisch mit und erwischte ihn beim Abendessen in einem Restaurant - er habe sich sehr gefreut, hieß es.