Stand: 27.12.2014 11:13 Uhr

Elbphilharmonie: Die wichtigsten Etappen

Nach langem Streit: Hochtief baut Elbphilharmonie zu Ende

5. Juli 2012: Kurz vor Ablauf des zweiten Ultimatums haben sich die Hansestadt und der Baukonzern geeinigt: Hochtief baut die Elbphilharmonie weiter.

November 2012: Der Baukonzern Hochtief kann die Dachkonstruktion erfolgreich absenken. Die Eröffnung des Konzerthauses soll jetzt im Frühjahr 2016 sein.

15. Dezember 2012: Die Stadt Hamburg gibt bekannt, dass der Konzern Hochtief unter Übernahme sämtlicher Risiken die Elbphilharmonie zu Ende bauen soll. Bis Ende Februar 2013 soll ein Vertrag ausgehandelt sein. Geplant ist eine schlüsselfertige Übergabe des Baus bis Juli 2016. Die Eröffnung verschiebt sich auf Frühjahr 2017. Vereinbart wird ein Festpreis in Höhe von 575 Millionen Euro. Das bedeutet Mehrkosten von 198 Millionen Euro für die Steuerzahler.

1. März 2013: Die Stadt Hamburg einigt sich mit dem Baukonzern Hochtief auf den Weiterbau der Elbphilharmonie. Dabei werden die Vertragsverhältnisse völlig neu geregelt. Die Stadt zahlt Hochtief nochmals 195 Millionen Euro, im Gegenzug garantiert der Baukonzern die Fertigstellung bis zum 30. Juni 2016. Andernfalls drohen Hochtief Strafzahlungen.

9. April 2013: Alle Partner unterzeichnen die neuen Verträge zur Neuordnung des Projekts.

15. April 2013: Die Hamburger Kulturbehörde veröffentlicht die neu verhandelten Verträge zum Weiterbau der Elbphilharmonie im Internet.

23. April 2013: Hamburgs Bürgermeister Scholz beziffert die Gesamtkosten für die Elbphilharmonie für den Steuerzahler nun auf 789 Millionen Euro. Darin enthalten seien sämtliche Nebenkosten, sagte Scholz. "Wir haben alles aufgeschrieben, was uns aufgefallen ist. Nach bestem Wissen und Gewissen fehlt da nichts." Rechnet man die Spenden dazu, summieren sich die Gesamtkosten sogar auf rund 866 Millionen Euro. Damit ist das Konzerthaus inzwischen mehr als zehnmal so teuer wie ursprünglich geplant.

10. Mai 2013: Es wird bekannt, dass die Stadt Hamburg auf mögliche Schadenersatzforderungen von bis zu 250 Millionen Euro verzichtet, wenn die Bürgerschaft die neuen Verträge mit Hochtief bewilligt.

19. Juni 2013: Die Hamburgische Bürgerschaft stimmt den neuen Verträgen zu. Anschließend gehen die Bauarbeiten auf der Baustelle weiter.

3. April 2014: Mit der Verabschiedung des Abschlussberichtes beendet der Parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Elbphilharmonie nach drei Jahren seine Arbeit. Auf 724 Seiten wird aufgelistet, wie es zu der Kostenexplosion und den Bauverzögerungen bei dem Prestigeprojekt kommen konnte. Demnach sind unfertige Pläne, überforderte Politiker und ein Chaos auf der Baustelle schuld an dem Debakel.

15. August 2014: Das Dach der Elbphilharmonie ist zu dem vertraglich vereinbarten Termin dicht. Nun kann der Innenausbau witterungsunabhängig vorangetrieben werden. Hochtief zeigt sich optimistisch, auch die kommenden Termine einhalten zu können.

12. Januar 2015: Bürgermeister Olaf Scholz nennt auf der Baustelle des Großen Saals als Eröffnungstermin den 11. Januar 2017. Die Plaza soll bereits im November 2016 zugänglich sein.

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