Stand: 13.09.2015 00:11 Uhr

Zum Nachlesen: Der Großeinsatz im Ticker

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Die Polizei setzt Wasserwerfer im Schanzenviertel ein.

Die ursprünglich geplante Demo von Rechtsextremisten in Hamburg hat nicht stattgefunden. Dennoch reisten am Sonnabend Neonazis in die Hansestadt. Linke Gegendemonstranten bewarfen einen Zug mit Steinen, in dem offenbar Rechte saßen. Der gesamte Fern- und S-Bahnverkehr am Hauptbahnhof war zeitweise eingestellt. Mehrere Tausend Menschen nahmen an zwei angemeldeten Kundgebungen gegen Rassismus und Rechtsextremismus teil. Später kam es zu Ausschreitungen im Schanzenviertel. Die Ereignisse zum Nachlesen:


22:14 Uhr

Nach Informationen von NDR 90,3 hat die Polizei bei ihrem Einsatz einen unbeteiligten 50-jährigen Mann umgestoßen, der dabei am Kopf verletzt wurde. Er wurde vor Ort behandelt und kam anschließend in ein Krankenhaus, wo sich sein Zustand stabilisierte. Nach Aussagen der Feuerwehr hatte der Mann außerdem unter einem Zuckerschock gelitten.


20:15 Uhr

Zwischenzeitlich hatte sich die Lage beruhigt, doch jetzt scheint es neue Auseinandersetzungen zu geben.


19:14 Uhr

Das "Hamburger Bündnis gegen Rechts" wertet die Aktionen, die bis zum Nachmittag am Hauptbahnhof stattfanden, als Erfolg: "Durch die Sperrung des Hamburger Hauptbahnhofes konnten keine weiteren Nazis anreisen." Tausende Menschen hätten ein "klares Zeichen gegen Rassismus und Neonazismus" gesetzt.


18:41 Uhr

Weiter Auseinandersetzungen im Schanzenviertel.


18:25 Uhr

Die Polizei war den Tag über mit über 2.800 Beamten im Einsatz. Zur Gesamtzahl der Festnahmen konnte eine Sprecherin zunächst keine Angaben machen.


18:11 Uhr

Die Polizei spricht von 300 bis 500 linken Demonstranten im Schanzenviertel. Diese hätten Beamte mit Steinen beworfen und Müllcontainer auf die Straße geschoben.


17:32 Uhr

Am späten Nachmittag kommt es zu einer Spontandemo in der Schanze.


15:20 Uhr

Der Veranstalter hat die Kundgebung am Hauptbahnhof für beendet erklärt. Die Polizei zieht ihre Wasserwerfer ab. Bis zu 14.000 Teilnehmer hatten dort demonstriert.


15:10 Uhr

Die Zeichen am Hauptbahnhof stehen auf Entspannung, die Demo klingt aus. Zu größeren Zwischenfällen ist es bislang glücklicherweise nicht gekommen.


14:47 Uhr

Eine erste Zahl zu den angereisten Neonazis:


14:29 Uhr

dpa: Derzeit bis zu 120 Minuten Verspätung für Reisende ab Hamburg Hbf.


14:14 Uhr

Der Hauptbahnhof bleibt weitgehend abgeriegelt.


14:05 Uhr

Es befinden sich immer noch viele linke Gegendemonstranten im Hamburger Hauptbahnhof. Damit es nicht zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt, führt die Polizei die angereisten Neonazis jetzt zur S-Bahn in Richtung Süden.


13:40 Uhr

Die Vollsperrung des Bahnverkehrs ist mittlerweile aufgehoben. Nach Angaben der Bundespolizei gibt es aber noch Teilsperrungen bei Zügen Richtung Süden und der S-Bahn, weil Demonstranten auf den Gleisen herumlaufen. Alle Züge mit Ausnahme in Richtung Berlin und Lübeck würden wieder fahren, hieß es in einer Durchsage. Es kommt aber laut Anzeigetafel weiter zu Verspätungen.


13:26 Uhr

Die Polizei versucht per Lautsprecherdurchsage, die Gemüter am Hauptbahnhof zu beruhigen.


13:20 Uhr

Trotz der Unruhe im Gebäude lassen sich die Demonstranten direkt hinter dem Hauptbahnhof offenbar nicht aus der Ruhe bringen.


13:08 Uhr

Nach Informationen von Radio Bremen sind dort bereits mehrere Dutzend Neonazis in der Innenstadt gesichtet worden. Sie sind von Polizisten eingekesselt.


12:50 Uhr

Linke und rechte Demonstranten sind auf dem Weg nach Bremen.


12:40 Uhr

Die Lage in Hamburg bleibt angespannt. Autonome sollen nach Informationen von NDR 90,3 versucht haben, vor dem Hauptbahnhof die Straße zu blockieren.


12:24 Uhr

dpa: Am Hamburger Hauptbahnhof ist der gesamte Fern- und S-Bahnverkehr aufgrund von Zwischenfällen bei Kundgebungen linker Demonstranten eingestellt worden. Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Am Mittag hätten sich mehrere Hundert Demonstranten und Polizisten am Bahnhof gegenübergestanden. Vereinzelt sei es zu Attacken auf Beamte mit Pfefferspray gekommen.


12:13 Uhr

Hamburger Radiosender haben ihr Programm für einen gemeinsamen Text gegen Hass und Gewalt unterbrochen. "Wir wünschen uns ein offenes Hamburg", hieß es in dem um 12 Uhr verlesenen Text. Im Anschluss spielten Radio Hamburg, Hamburg Zwei, NDR 90,3, NDR 2, N-Joy, Alsterradio rock'n pop, 917XFM und Radio Energy den Song "Imagine" von John Lennon - weltweit als eine Hymne des Friedens und der Menschlichkeit betrachtet.


12:12 Uhr

dpa: Ein Zug von Hamburg nach Bremen mit etwa 250 linksgerichteten Demonstranten in Buchholz (Kreis Harburg) ist gestoppt worden. Eine Sprecherin der Bundespolizei sagte, es gehe lediglich um eine Fahrscheinkontrolle.


12:00 Uhr

Neonazis wollen offenbar mit dem Zug von Hamburg nach Bremen fahren. Am Hamburger Hauptbahnhof wurde ein Zug von Linken mit Steinen beworfen, wie das "Hamburger Abendblatt" online berichtete. Nach Informationen von NDR 90,3 wollen sich bis zu 1.000 Rechtsextremisten und Hooligans am Bremer Hauptbahnhof versammeln. Die dortige Polizei hatte sämtliche Ausweichveranstaltungen bereits verboten.

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