Stand: 05.02.2016 06:30 Uhr

Windpark "Amrumbank West" eröffnet

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E.ON -Chef Teyssen (links) und Hamburgs Bürgermeister Scholz (rechts) feierten die Eröffnung des Windparks im Hamburger Hafenmuseum.

Der Energiekonzern E.ON hat am Donnerstag seinen Offshore-Windpark "Amrumbank West" offiziell in Betrieb genommen. Bei der Feier im Hamburger Hafenmuseum pusteten Kinder einer vierten Schulklasse kräftig in kleine Windräder: ein symbolischer Start für die 80 Riesen-Rotoren, die das Unternehmen 35 Kilometer nördlich von Helgoland in den Nordseeboden rammen ließ. Zwei Jahre dauerte der gefährliche Bau ohne schweren Arbeitsunfall, lobte EON-Chef Johannes Teyssen: "Die neue Helden sind jetzt die, die in 130 Meter Höhe so etwas wie die Amrumbank bauen: bei fast jedem Wetter und in extremer Gefahr."

E.ON hat vor zehn Jahren noch kein Windkraftwerk betrieben

Die "Amrumbank West" liefert bereits seit Oktober 2015 Strom. Umgerechnet können rund 300.000 Haushalte versorgt werden. In den vergangenen Jahren hat E.ON gut eine Milliarde Euro in den Windpark investiert. E.ON-Chef Teyssen schilderte bei der Eröffnunsgfeier den enormen Wandel, den der Konzern in den vergangenen Jahren durchlaufen habe. Vor zehn Jahren habe das Unternehmen noch kein einziges Windkraftwerk betrieben, inzwischen seien es weltweit mehr als 2500. Mehr als zehn Milliarden Euro habe das Unternhehmen in erneuerbare Energien investiert und gehöre weltweit zu den führenden Betreibern von Offshore-Windparks. "Ohne erneuerbare Energien geht es nicht", sagte Teyssen.

Scholz: Windpark schafft viele neue Jobs

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Rund eine Milliarde Euro hat E.ON in den Windpark "Amrumbank West" investiert.

Hamburgs Bürgermeister Scholz hat bereits mehrere Windparks eröffnet, weil diese Veranstaltungen oft in Hamburg stattfinden. Das sei aber keineswegs "Business as usual", sondern immer etwas Besonderes, sagte Scholz bei der Eröffnungsfeier vor den Gästen aus Politik und Wirtschaft. "Wir müssen unsere Anstrengungen noch erheblich verstärken." Die erneuerbaren Energien müssten ausgebaut werden, um die Ziele des Pariser Klimagipfels zu erreichen. "Es ist sehr wichtig, dass der Ausbau der Offshore-Windenergie verlässlich und kontinuierlich weitergeht, ohne dass der Faden reißt", sagte Scholz. Er wies vor allem auf das industriepolitische Potenzial der Offshore-Windenergie hin: Im Norden schaffe dieser Industriezweig viele neue Arbeitsplätze.

In Deutschland sind momentan 13 Offshore-Windparks mit einer Leistung von rund 3.300 Megawatt am Netz. Rund 700 Megawatt sollen in diesem Jahr dazukommen.

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