Stand: 08.01.2016 17:04 Uhr

Hoher Anteil von Nordafrikanern bei Taschendiebstahl

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Bei großen Menschenansammlungen wie hier auf dem Hamburger Hauptbahnhof schlagen Taschendiebe zu.

Bei fast der Hälfte aller Taschen- und Handgepäckdiebstählen auf deutschen Bahnhöfen kommen die Tatverdächtigen aus nordafrikanischen Staaten. Das geht aus einer Antwort der Bundespolizei auf eine Anfrage von Panorama 3 hervor.

Algerische Tatverdächtige auf Platz eins

Konkret waren im vergangenen Jahr 46 Prozent der Tatverdächtigen in diesem Diebstahlsbereich nordafrikanischer Herkunft. Im Jahre 2014 betrug der Anteil 36 Prozent. Im Jahre 2013 19 Prozent. Die meisten Tatverdächtigen stammten im vergangenen Jahr aus Algerien (765) und Marokko (473). Am dritthäufigsten stellte die Bundespolizei nach eigenen Angaben deutsche Staatsangehörige (430) als Tatverdächtige fest.

Syrer verübten dagegen etwas weniger Taten (80) in diesem Kriminalitätsbereich, vor allem gemessen an der hohen Anzahl von Syrern, die 2015 nach Deutschland gekommen sind. Auch Tunesier (81) und Libyer (44) tauchen in den Top 10 auf, in denen sich damit vier nordafrikanische Herkunfstländer befinden. Ägypten (36) folgt kurz dahinter. Aber auch die Zahl der deutschen Tatverdächtigen erhöhte sich um 26,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mehr Diebstähle in Zügen

Die Bundespolizei verzeichnet bei den genannten Diebstählen im Bahnhofsbereich vor allem unter den algerischen Tatverdächtigen einen signifikanten Anstieg. Laut Auflistung hat sich die Anzahl in den vergangenen drei Jahren versiebenfacht. Im Vergleich zu 2013 sind die Taschendiebstahlsdelikte auf den Bahnhöfen in 2015 auf gleichbleibendem Niveau, jedoch registrierten die Ermittler in den Zügen einen Anstieg um ca. 64%. (Angaben Januar bis November).

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