Stand: 06.03.2017 20:40 Uhr

Elb-Link-Reederei stellt Insolvenzantrag

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Bereits Ende Februar wurden die beiden Fähren, die zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven fahren, aus dem Verkehr gezogen.

Die Elb-Link-Reederei hat für ihre Fährlinie Brunsüttel-Cuxhaven Insolvenzantrag gestellt. Das haben der Direktor des Amtsgerichts Cuxhaven, Andreas Frank, und der Betriebsleiter der Reederei, Bernd Bässmann, NDR 1 Welle Nord bestätigt. Der Grund für diesen Schritt: Die estnische Reederei Saaremaa hatte die beiden Fähren "Grete" und "Anne-Marie" über eine Bank gechartert und an die Elb-Link-Reederei weiterverchartert. Laut Elb-Link-Betriebsleiter Bässmann sei der Chartervertrag zwischen der estnischen Reederei und den Besitzern plötzlich beendet gewesen - ohne Angabe von Gründen. Daraufhin wurden die beiden Schiffe Ende Februar aus dem Verkehr gezogen.

Gespräche laufen

Die Passagierzahlen hätten sich dagegen gut entwickelt, betonte Bässmann. Die Fährlinie rechnet sich nach seinen Angaben. Verluste aus der Anfangszeit habe man zum Teil abgetragen. Laut Bässmann gibt es Interesse privater Investoren. Ein Sprecher des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums bestätigt Gespräche mit dem Ziel, den Betrieb über eine Auffanggesellschaft bald wieder aufzunehmen.

Ermittlungen wegen möglicher Insolvenzverschleppung

Im vergangenen Jahr waren finanzielle Schwierigkeiten der Reederei bekannt geworden. Nach Angaben des Unternehmens betrug der Verlust zum 31. Juli 2016 rund 1,41 Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt zudem gegen die Elb-Link-Reederei wegen möglicher Insolvenzverschleppung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 06.03.2017 | 19:00 Uhr

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