Stand: 14.01.2017 10:25 Uhr

Der Norden rutscht durchs Wochenende

Das stürmische Winterwetter hat Teile des Nordens weiter fest im Griff. Für den Harz gilt bis zum Mittag eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD): Oberhalb von 600 Metern kommt es demnach zu Neuschnee um 15 Zentimeter und zeitweisen Böen mit Geschwindigkeiten von 70 Kilometern pro Stunde. Stürmisch bleibt es auch an der Nordseeküste. Dort kann es nach Angaben des DWD heute noch zu Sturmböen um 75 Kilometer pro Stunde kommen. Eine Sturmflutwarnung für die Nordseeküste wurde inzwischen aufgehoben.

In Niedersachsen und Bremen sowie im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein war es heute Vormittag stellenweise spiegelglatt. Es ereigneten sich bereits viele Unfälle. Bei Syke (Landkreis Diepholz) kam eine 46-Jährige mit ihrem Auto von einer Landstraße ab und prallte gegen einen Baum. Sie wurde schwer verletzt. Die A 7 zwischen Lutterberg und Dreieck Drammetal war am frühen Morgen wegen Schneeglätte nur schwer passierbar, es bildete sich ein Stau. Gefahrguttransporter wurden aufgefordert, den nächsten Parkplatz anzufahren. Im gesamten Norden muss heute mit Straßenglätte gerechnet werden. Infos zur aktuellen Verkehrslage im Norden finden Sie hier.

Neuschnee und Glätte im Norden

Schmuddelwetter bis zum Wochenanfang

Das nasskalte und windige Schmuddelwetter mit Frost in den Nächten soll das gesamte Wochenende anhalten. Denn kaum hat sich Sturmtief "Egon" verzogen, sorgt Ostseetief "Caius" für ungemütliches Wetter im Norden. Es bleibt wechselhaft, dazu wird es kälter und es muss mit Schneeschauern gerechnet werden. In Richtung Ostsee soll es insgesamt etwas freundlicher werden. Dort scheint häufiger die Sonne und es muss nur vereinzelt mit Schauern gerechnet werden.

Umstürzende Bäume: Forstbehörde warnt vor Waldspaziergängen

Wegen starken Schneefalls und Windböen warnt die Hamburger Forstbehörde vor Gefahren bei Waldspaziergängen. "Es kommt zu Schnee- und Eisbehang, der als schwere Last auf den Waldbäumen liegt", teilte die Behörde mit. "In der Folge kann es zu Ast-, Kronenbrüchen und dem Umstürzen ganzer Bäume kommen." Die Forstbehörde bittet deshalb die Bürger, den Wald bis auf weiteres zu meiden. Auch nach Beruhigung der Wetterlage sei einige Tage mit herabfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen zu rechnen.

Wintersport möglich, aber ...

Wintersportfans kommen im Harz voll auf ihre Kosten - wenn sie denn bis zu den Pisten vordringen. Denn die Schneehöhe ist zwar ausreichend für Wintersport: Auf dem Wurmberg etwa lagen 60 Zentimeter, in Schierke 45 Zentimeter. Doch noch behindern gesperrte Zufahrtswege zu vielen Orten den Weg in das Wochenendvergnügen. Teilweise blockieren liegen gebliebene Lkw oder umgestürzte Bäume die Straßen. "Wir haben eine recht schwierige Wetterlage", sagte eine Sprecherin des Harzer Tourismusverbandes. "Aber das kann sich stündlich ändern."

Aus den Regionen
mit Video

Tief "Caius" bringt Glätte, Schnee und Matsch

Sturmtief "Egon" hat in Niedersachsen für Winter und Unfälle gesorgt. Nun kommt "Caius" - die Straßen bleiben mancherorts glatt. An der Küste werden Sturmböen erwartet. mehr

Schnee, Glatteis und zahlreiche Unfälle

Im Süden Schleswig-Holsteins ist kräftig Schnee gefallen. Die Folge: viele Unfälle auf glatten Straßen. Das dichte Schneetreiben sorgte für starke Behinderungen im Berufsverkehr. mehr

"Egon" bringt Glätte und dutzende Unfälle

Straßenglätte, Stromausfälle und viel Schnee: Sturmtief "Egon" hat vor allem die Autofahrer im Nordosten am Freitag in Atem gehalten. In allen Landesteilen kam es zu zahlreichen Unfällen. mehr

Sturmtief "Egon" zieht über den Norden hinweg

Ergiebige Schneeschauer hatten bereits am Freitag zu Störungen im Schienen- und Straßenverkehr geführt. Es gab zahlreiche Unfälle sowie vielerorts in Niedersachsen Schulausfälle. Vor allem im Zugverkehr zwischen Hamburg, Hannover und Bremen kam es zu Problemen. Zwischen Lüneburg und Dannenberg stürzten mehrere Bäume wegen der Schneelast auf die Gleise. Diese Strecke ist noch voraussichtlich bis Mittwoch gesperrt. Aktuelle Infos zum Bahnverkehr in Ihrer Region finden Sie hier.

Glatte Straßen und Autobahnen

In der Harzregion fielen bis zu 20 Zentimeter Neuschnee. Außerdem kam es durch Sturmböen zu Schneeverwehungen. Glatte Fahrbahnen sorgten rund ums niedersächsische Lingen für erhebliche Verkehrsprobleme. Auf der A 30 Richtung Niederlande stellten sich fünf Lkw quer, die Autobahn war für die Bergungsarbeiten gesperrt. Auch die A 14 in Mecklenburg-Vorpommern musste voll gesperrt werden. Dort hatte es zwischen Jesendorf und Schwerin-Nord einen Unfall gegeben. Bei insgesamt rund 80 Glätteunfällen im Nordosten wurden mehrere Menschen verletzt. Große Probleme mit glatten Straßen gab es auch im südlichen Schleswig-Holstein. Allein in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg krachte es innerhalb kurzer Zeit 24 Mal. In Hamburg sorgte der Schneefall für schmierige Straßen.

Weitere Informationen

Prognose: Wie wird das Wetter?

Hier finden Sie das aktuelle Wetter und die Vorhersage für ganz Norddeutschland. mehr

Warum stürmt es besonders im Herbst und Winter?

Pünktlich zur kalten Jahreszeit wird es windig: Sturmtiefs brausen über das Land. Warum ist das überwiegend in den Herbst- und Wintermonaten der Fall? Plietsch erklärt's. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 14.01.2017 | 07:00 Uhr