Stand: 15.06.2015 16:18 Uhr

BFU untersucht Zwischenfälle in Airbus-Cockpits

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Die Zwischenfälle in Köln/Bonn und Hamburg ereigneten sich schon Anfang des Jahres, wurden aber erst jetzt bekannt.

Im Cockpit von zwei deutschen Passagiermaschinen ist es Anfang des Jahres zu Zwischenfällen gekommen, die der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) gemeldet werden mussten. Nach Informationen von NDR Info waren Piloten von Lufthansa und Germanwings bei Landeanflügen auf die Flughäfen Hamburg und Köln/Bonn durch verunreinigte Kabinenluft beeinträchtigt. Beim Anflug auf Köln/Bonn nahmen die Piloten eines Germanwings-Airbus A320 demnach einen immer intensiver werdenden Geruch wahr und klagten plötzlich über eine "deutliche körperliche Einschränkung". Erst nachdem sie die Sauerstoffmasken aufgesetzt hatten, verspürten sie eine Besserung. Die Ursache für den Zwischenfall fanden Germanwings-Techniker einem Sprecher zufolge nicht.

BFU untersucht Zwischenfälle als "schwere Störungen des Luftverkehrs"

Das Ereignis vom 9. Januar wurde erst jetzt durch einen BFU-Bericht bekannt - genauso wie ein Zwischenfall eine Woche zuvor beim Anflug auf den Airport in Hamburg-Fuhlsbüttel, wo es demnach ein ganz ähnliches Problem gab: Zwei Piloten einer Lufthansa-Maschine klagten über plötzliches Unwohlsein und Kribbeln in den Fingern. Der Grund: ein sehr intensiver, unangenehmer Ölgeruch. Auch sie konnten mit Sauerstoffmasken sicher landen, so ein Lufthansa-Sprecher. Nach Informationen von NDR Info wurden beide Zwischenfälle unverzüglich an die BFU gemeldet. Dort werden sie derzeit als schwere Störungen des Luftverkehrs untersucht.

Im Dezember 2010 waren bei einem Zwischenfall in einer Germanwings-Maschine in Köln die Piloten durch giftige Dämpfe im Cockpit fast ohnmächtig geworden und hatten Schwierigkeiten, die Maschine sicher zu landen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 15.06.2015 | 15:30 Uhr