Stand: 05.08.2015 15:28 Uhr

Arved Fuchs bricht Richtung Antarktis auf

Es soll eine seiner längsten Expeditionen werden und wieder will Arved Fuchs dabei besonders die Umweltbedrohungen unter die Lupe nehmen: Diesmal zieht es den Bad Bramstedter mit seinem Haikutter in die Antarktis. Am Mittwochmittag legte die "Dagmar Aaen" mit dem Abenteurer und seiner Crew im Hamburger Hafen ab.

Die Umweltzerstörung der Antarktis im Visier

Mit der Expedition will das Team um Arved Fuchs die Veränderungen in den Meeren aufspüren, untersuchen und dokumentieren. Wie wirkt sich die Überfischung aus, was führt zum Schwund der Arten und ist der Plastikmüll auch in dem rauhen, antarktischen Meer ein Problem? Das alles lässt sich nicht durch eine Stippvisite klären. Die Reise der "Dagmar Aaen" soll knapp zwei Jahre dauern.

"Große seemännische Herausforderung"

Um mehr über das Leben der Felsenpinguine zu erfahren, nimmt Arved Fuchs auch den Forscher Klemens Pütz mit an Bord. Geplant ist, dass die Pinguine mit Satellitensendern ausgestattet werden. Pütz will herausbekommen, warum sich die Population der Tiere drastisch verringert hat. Dazu wird die "Dagmar Aaen" Anfang nächsten Jahres auch Inseln an der Südspitze Chiles anlaufen, in der Nähe des Kap Hoorn. "Als ich mich damit beschäftigt habe, lief es mir kalt den Rücken herunter. Das wird eine große seemännische Herausforderung", sagte Arved Fuchs vor dem Ablegen in Hamburg. "Darauf freuen wir uns."

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Mit Proviant nach Feuerland

Arved Fuchs und sein Team gehen es wieder an. Sie segeln über Feuerland bis in die Antarktis. Für die monatelange Expedition musste reichlich Proviant in die "Dagmar Aaen" verladen werden. Bildergalerie

"Dagmar Aaen" - Begleiterin auf vielen Expeditionen

Der rot-weiße Segelkutter "Dagmar Aaen" hat dem Abenteurer und Umweltaktivisten aus Bad Bramstedt schon bei vielen Expeditionen gute Dienste geleistet. Immer wieder lobte Arved Fuchs dabei auch die "hervorragenden Segeleigenschaften seines Haikutters." Weithin sichtbar ist der 22 Meter hohe Mast des Schiffes, unverkennbar macht ihn das Krähennest: der Ausguck. Von dort hat die Besatzung auf ihren Expeditionen alles im Blick.

Die "Dagmar Aaen" ist dreigeteilt. Schiffsbauer nennen so etwas Sektionen. Sie sollen den dänischen Nordseekutter (Baujahr 1931) sicher machen. Bricht an einer Stelle in den Haikutter Wasser ein, bleiben stets zwei Drittel des Auftriebs erhalten. Im Vorschiff wohnt auch Arved Fuchs - umgeben von dicken Eichenplanken. Das ist ein Geheimnis der "Dagmar Aaen": 90 Prozent Eiche machen sie zu 100 Prozent polarfest.

Ehefrau mit an Bord

Die herausfordernden Etappen will sich Arved Fuchs nicht entgehen lassen und dann in jedem Fall an Bord der "Dagmar Aaen" sein. Zwischendurch plant der Bad Bramstedter aber auch immer wieder Landgänge. Dann will sich der Abenteurer unter anderem um Anschlussprojekte kümmern. Auf seine Ehefrau braucht der 62-Jährige während der Expedition nicht zu verzichten. Zu der zehnköpfigen, wechselnden Crew zählt auch seine Frau Brigitte. Voraussichtlich Anfang 2017 will Arved Fuchs wieder zurück in Deutschland sein.

Karte: Die lange Tour der "Dagmar Aaen"
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Zur Sache: Arved Fuchs und der Ozean im Wandel

28.06.2015 18:05 Uhr
NDR 1 Welle Nord

Er hat schon viele Abenteuer bestanden. Im August startet Arved Fuchs aus Bad Bramstedt eine neue Expedition: durch den Atlantik von Grönland bis Feuerland. Darüber sprach er in "Zur Sache". mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Schleswig-Holstein von 10 bis 2 | 05.08.2015 | 17:00 Uhr