Stand: 16.10.2017 15:09 Uhr

Greifswalder Maler Helmut Maletzke ist tot

von Matthes Klemme

Der Greifswalder Maler und Grafiker, Helmut Maletzke, ist tot. Nach Informationen des Norddeutschen Rundfunks starb der 97-Jährige am Sonntag.

Künstlerische Zäsur in den 70ern

Seine künstlerische Laufbahn hatte der in Hinterpommern geborene Maletzke nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen. Bereits 1953 schuf er im Greifswalder Rathaus ein großes Wandbild. Schon damals gab es Konflikte mit DDR-Kulturfunktionären. Anfang der 1970er-Jahre führten diese zu einem quasi Berufsverbot.

Für Maletzke war dies auch eine künstlerische Zäsur. Allerdings hatte die Evangelische Kirche ihre Räume für Ausstellungen des Malers geöffnet. Nach der politischen Wende gehörte er unter anderem zu den Neugründern des Pommerschen Künstlerbundes.

Gründer des "Neuen Pommernhus"

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Helmut Maletzke wurde 1920 in Neustettin geboren. Viele seiner Werke sind in Greifswald zu sehen.

Vor 15 Jahren gründete er den deutsch-polnischen Künstlerbund "Ars Pomerania" und wenig später das "Neue Pommernhus" in Greifswald. 2010 wurde bekannt, dass Maletzke sich 1961 als Inoffizieller Mitarbeiter mit dem Decknamen "Erwin Schreiber" beim Ministerium für Staatssicherheit verpflichtet hatte und über den Verband Bildender Künstler sowie seine Auslandsreisen berichtete.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.10.2017 | 15:00 Uhr

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