Stand: 30.06.2015 13:58 Uhr

Minions auf großer Mission

Minions (3D)
Vorgestellt von Walli Müller

Ab und zu passiert es im Kino, dass kleine Randfiguren den eigentlichen Leinwand-Stars die Show stehlen. In der "Ice Age"-Reihe brachte das Ur-Eichhörnchen Scrat alle zum Lachen, in "Madagascar" waren es die singenden Pinguine und im Animations-Hit "Ich - einfach unverbesserlich" kleine gelbe Männchen, die sich "Minions" nennen. Sie kommen jetzt ganz groß raus in einem eigenen Kino-Abenteuer.

Randfiguren als Action-Helden

Sie kennen die "Minions" gar nicht? Kein Problem! Fragen Sie ein x-beliebiges Grundschulkind - zum Beispiel Max: "Die Minions sind solche gelben kleinen Wesen mit solchen komischen Hosen, manchmal mit einem Auge, manchmal mit zwei. Die haben alle solche komischen Schutzbrillen auf und sind ein bisschen tollpatschig. Und die arbeiten für Gru, das ist ein Superschurke."

Invasion der gelben Wichte

Mindestens zehnmal hat Max die "Ich - einfach unverbesserlich"-Filme inzwischen gesehen, wie alle seine Freunde. Im Karneval war er sogar selbst als Minion verkleidet. Auf jedem Jahrmarkt hängen die Losbuden voll mit Stoff-Minions. Wie konnten diese winzigen Ernussflips-förmigen Wesen nur so groß rauskommen?

Zufall jedenfalls ist es nicht! Die Film-Studios wissen aufgrund von Analysen ziemlich genau, wie man Publikumslieblinge schafft. Quietschige Farben kommen gut an, große Kulleraugen ziehen immer und witzig müssen sie natürlich sein.

Das Originellste an den "Minions" aber ist ihre Sprache. Ein wirklich ulkiger Mix aus Spanisch, Französisch und Baby-Lallen. Die Kids jedenfalls haben den "Minions-Talk" perfekt drauf.

Riesenerfolg an der Kinokasse

Den Universal-Studios haben die drolligen Kerlchen den erfolgreichsten Film der Firmengeschichte beschert: Knapp eine Milliarde Dollar spielte "Ich - einfach unverbesserlich 2" an der Kinokasse ein. Das "Minions"-Solo könnte das noch toppen, denn es ist richtig gut gemacht.

Erzählt wird die Vorgeschichte des gelben Völkchens, dessen Bestimmung es ist, immer einem charismatischen Bösewicht zu dienen. Im Kalifornien der 60er-Jahre stoßen sie auf Super-Schurkin Scarlet Overkill, die die Minions Kevin, Stewart und Bob für ihre Zwecke gut gebrauchen kann.

Herausforderung für Trick-Techniker

Die Story an sich ist nicht der große Wurf. Was den Film ausmacht, sind die Minions in Action. Unzählige, liebevoll animierte Einzelszenen bereiten dem Publikum großes Vergnügen. Dank europäischer Trick-Technik! Universal nämlich beauftragte die französische Animationsfirma Illumination Entertainment, deren Computer-Tüftler gut zwei Jahre an der Ausarbeitung saßen.

Die vielen Massenszenen mit den wuseligen Minions waren die eine große Herausforderung. Die andere: Die drei Helden - Kevin, Stewart und Bob - von der Masse der Minions unterscheidbar zu machen. Produzent Chris Meledandri wollte ihnen diesmal nämlich individuellere Züge verleihen.

"Spin-off" nennt man es, wenn Nebenfiguren zur Hauptattraktion eines Films gemacht werden. "Die Pinguine aus Madagascar" waren verzichtbar; auf die "Minions" aber dürfen Kinder sich freuen - und Erwachsene ebenso.

Minions (3D)

Produktionsjahr:
2015
Produktionsland:
USA
Zusatzinfo:
Deutsche Synchronisation unter anderem von Carolin Kebekus, Sascha Rotermund, Erich Räuker
Regie:
Pierre Coffin, Kyle Balda
Länge:
91 min.
FSK:
FSK ohne Altersbeschränkung
Kinostart:
02. Juli 2015

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 01.07.2015 | 06:40 Uhr

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