Stand: 31.12.2016 16:57 Uhr

Currywurst-Aufstrich und Biertest in der Elbphi

von Marcus Stäbler

Seit Anfang November ist die Plaza der Elbphilharmonie in Hamburg geöffnet. Tausende Besucher strömen täglich auf die Aussichtsplattform des Gebäudes, um einen Blick auf die Stadt und den Hafen zu genießen. Wer dazu ein Gläschen trinken oder einen Happen essen möchte, hat mehrere Möglichkeiten.

Der Milchschäumer läuft auf Hochtouren - Heißgetränke sind in der kalten Jahreszeit besonders begehrt. "Der Betrieb hier ist natürlich ordentlich", sagt Kathalin Schröner. Die junge Frau gehört zum Personal des "Deck & Deli" - ein Take-Away-Café auf der Plaza-Ebene der Elbphilharmonie im achten Stock - und hat gut zu tun: "Unter der Woche ist es meistens mittags, da kommen die Leute in der Mittagspause hoch und genießen den Ausblick mit einem Kaffee. Nachmittags haben wir eher die Gäste, die auf ein Feierabend-Weinchen hochkommen, und am Wochenende boomt der Laden."

Kulinarisch vom Meer inspiriert

Das Angebot im "Deck & Deli" umfasst neben Heiß- und Kaltgetränken auch eine Auswahl an Süßgebäck und Schnittchen, die in einer lang gestreckten Vitrine präsentiert werden. Neben Klassikern wie Lachs mit Meerrettich gibts auch Hummus mit Granatapfel und eine besonders bodenständige Kreation - empfohlen von der Marketing Managerin Josephine Wallbruch: "Wir haben einen ganz kreativen Aufstrich, der nennt sich Currywurst-Pommes. Das ist tatsächlich eine Currywurst mit Pommes in Aufstrichform. Das klingt ungewöhnlich, ist aber lecker und kommt gut an."

Die Störtebeker Elbphilharmonie Gesellschaft - verwurzelt in der gleichnamigen Braumanufaktur in Stralsund - verantwortet drei verschiedene Gastronomieangebote in der Elbphilharmonie. Das Take-Away-Café auf der Plaza, einen Markenshop im sechsten Stock und darunter noch ein Restaurant mit massiven Holztischen und Panoramablick auf die Landungsbrücken. Der Name Störtebeker gibt die geschmackliche Richtung vor: Die Küche ist von der kulinarischen Tradition des Nord- und Ostseeraums inspiriert. "Das bedeutet, es sind meist regionale und vor allem auch saisonale Zutaten; Fisch aus Nord- und Ostsee, aber auch klassische Gerichte, die man mit Norddeutschland oder dem Norden verbindet - das ganze aber modern interpretiert", wie Managerin Josephine Wallbruch erklärt.

Große Auswahl, viele Verlockungen

Kabeljau mit Birnen, Bohnen und Speck oder norddeutsche Bouillabaisse stehen ebenso auf der Karte wie gebratene Gnocchi mit Grünkohl, Dörrtomate und gerösteten Haselnüssen. Das Bier ist dabei mehr als nur ein herber Durstlöscher. Restaurant, Bar und der Markenshop locken ihre Gäste mit Bierverkostungen und einem geplanten Angebot von 21 Sorten vom Fass, darunter auch einige ausgefallene Geschmacksrichtungen. "Was doch sehr speziell ist für viele Gäste, ist das Scotch-Ale", sagt die Bierfachfrau Angela Bellmann. "Das hat doch einen sehr torfigen Geschmack. Es gibt kein Mittelding bei dem Bier: Entweder man mag es oder man mag es nicht."

Wenn man es nicht mag, gibt's ja noch 20 andere Sorten - oder gleich den Gang zur Konkurrenz, in die Bar und das Restaurant des Westin Hotels in der Elbphilharmonie. Auch dort erwartet die Gäste eine Kombination aus traumhaftem Ausblick und einer schicken Auswahl an Speisen und Drinks - allerdings auf einem noch höheren Preisniveau als in der etwas rustikaleren Umgebung bei Störtebeker.

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Dieses Thema im Programm:

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