Stand: 03.06.2015 11:27 Uhr

Sophie Bonnet: Krimi-Talent mit Provence-Faible

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Heike Koschyk alias Sophie Bonnet hat gerade ihren zweiten Provence-Krimi herausgebracht - der Titel: "Provenzalische Geheimnisse".

Der Name klingt frankophil - "Sophie Bonnet" ist das Pseudonym der Hamburger Autorin Heike Koschyk. Sie hat ein Faible für die Provence. Das haben viele, doch sie hat zwei Kriminalromane geschrieben, die dort spielen. Der erste Band hieß "Provenzalische Verwicklungen", Nummer zwei kam gerade heraus: "Provenzalische Geheimnisse". Der Protagonist ist der Dorfpolizist Pierre Durand. Das Örtchen Sainte Valérie, in dem er ermittelt, ist nicht nur beschaulich, dort wird auch gemordet. Er muss den Tod eines - von Schrotkugeln zerlöcherten - Mannes aufklären.

Wieso das Pseudonym Sophie Bonnet?

Sophie Bonnet: Zum einen habe ich historische Kriminalromane geschrieben, und zwar unter einem anderen Namen. Und: Ich wollte unter Sophie Bonnet meine zweite Seite zeigen, humorvoll, leicht und mit Lebensart - mit dem Namen wollte ich auch eine Atmosphäre schaffen.

Erzählen Sie doch mal etwas über sich. Familie, Kinder, Affären?

Bonnet: (lacht): Es gibt eigentlich gar nicht so viel zu berichten. Ich habe eine tolle Familie, die mich unterstützt. Über mich kann ich in Kürze erzählen, dass ich ein Mensch bin, der gern genießt, der die schönen Dinge mag und der sehr visuell ist und gerne schreibt.

Das Cover des Krimis "Provenzalische Geheimnisse" von Sophie Bonnet © Random House Verlag

Mord in den Wäldern der Provence

NDR 90,3 -

In einem provenzalischen Dorf wird ein Mann tot aufgefunden - von Schrotkugeln durchsiebt. "Provenzalische Geheimnisse" ist der neue Krimi von Autorin Sophie Bonnet.

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Sie haben zwei provenzalische Krimis geschrieben. Was hat Sie daran so angezogen?

Bonnet: Ich fahre ja schon seit 20 Jahren in die Provence. Ich bin von Peter Mayle inspiriert worden, der die wunderschönen Alltagsgeschichten über die Provence geschrieben hat. Da ist eine Liebe zu Land und Leuten entstanden, die immer wieder aufgefrischt wird.

Warum hauen Sie nicht ab, zum Beispiel in das Örtchen Sainte-Valérie im Département Vaucluse?

Bonnet: Es gibt dieses Örtchen gar nicht, das habe ich erfunden, weil es zu meinen Büchern passt. Vielleicht werden mal meine Träume wahr, ein Refugium in einem ähnlichen Ort zu haben, aber ich bin auch sehr gern Hamburgerin.

Die Provence hat aber auch Schattenseiten, habe ich gehört.

Bonnet: Das stimmt auch. Das ist auch in meinem Buch zu lesen, da dreht es sich sehr um das Thema Umwelt. Allerdings gibt es auch ein großes Naturschutzgebiet, das wurde auch von der Unesco aufgenommen. Natürlich gibt es auch Menschen, die Schäden anrichten, besonders mit der Jagd. Da wird total wild geschossen.

Auf Seite 299 in Ihrem Buch "Provenzalische Geheimnisse" überprüft Pierre Durand, ob Sellerie auch eine Mordwaffe sein kann. Ist das so?

Bonnet: Sellerie kann sehr wohl eine Mordwaffe sein (lacht)! Für Menschen, die auf Sellerie allergisch reagieren, kann es heftig sein. Das gilt auch für Tütensuppen.

Das Interview führte NDR 90,3 Abendjournal Autor Gerd Kuka.