Stand: 29.12.2014 21:49 Uhr

Sieben Fakten zum Hummer

von Angela Hachmeister
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Auch bei der Nachzucht müssen Hummer einzeln gehalten werden - sonst gibt es Streit.

Der Helgoländer Hummer gehört zur Eurpäischen Art der Krustentiere. Diese leben in der Nordsee vor allem vor Skandinavien und in den Küstengewässern rund um Europa bis nach Nordafrika. Der einzige Lebensraum in deutschen Gewässern liegt rund um Helgoland.

Hummer führen ein heimliches Leben

Der Lebensraum der Hummer liegt am Meeresboden in bis zu 150 Meter Tiefe. Schwimmen können sie nicht. Die Tiere benötigen steinigen Untergrund, denn tagsüber verbergen sie sich in Felshöhlen. Nur nachts kommen sie zum Jagen aus ihrem Versteck.

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Hummer sind streitlustige Eigenbrötler

Sie leben einzeln. Männchen und Weibchen haben feste Reviere und verteidigen diese vehement. Leben zu viele Artgenossen auf engen Raum, kommt es zu heftigen Kämpfen. Hummer fressen sich dann manchmal auch gegenseitig oder verspeisen die Brut. Dabei unterscheiden die Tiere nicht zwischen fremden Hummern und Familienangehörigen.

Hummer sind wichtige Nachbarn

Sie spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem der Meere. Auf ihrem Speiseplan stehen vor allem Arten, die häufig vorkommen: Würmer, Krebse, Seesterne, Muscheln oder Seeigel. Dadurch sorgen sie dafür, dass keine dieser Arten überhandnimmt. Aber auch Hummer werden zur Beute: Jüngere Tiere stehen auf dem Speiseplan von Fischen wie Kabeljau, Schellfisch oder Flunder.

Hummer können uralt werden

Auf bis zu 100 Jahre wird ihre Lebenserwartung geschätzt. Dabei können sie die beeindruckende Größe von mehr als einem Meter erreichen. Der größte Europäische Hummer, der jemals gefangen wurde, war 1,27 Meter lang und wog mehr als 9,2 Kilogramm. Heutzutage haben die Krustentiere aber kaum Gelegenheit, zu solchen Prachtexemplaren heranzuwachsen. Meist werden sie im Alter von mehreren Jahren gefangen und landen im Kochtopf.

Hummer sind zwei Mal im Jahr wehrlos

Um wachsen zu können, legen sie mehrmals im Jahr ihren alten Panzer ab. Es dauert etwa vier Wochen, bis der neue nachgewachsen ist. In dieser Zeit sind die Tiere weich und ungeschützt.

Hummermännchen können auch Kavaliere sein

Die Tiere paaren sich, wenn sich das Weibchen gehäutet hat und sein Panzer noch weich ist. Nach der Paarung beschützt das Männchen seine Partnerin, bis ihr Panzer ausgehärtet ist.

Auch bei Hummern gibt es Rechts- und Linkshänder

Wie bei den Menschen sind die meisten Hummer Rechtshänder. Bei ihnen ist die rechte Schere kräftiger ausgeprägt und wird zur Jagd und Verteidigung eingesetzt. Die linke Schere dient der Zerkleinerung der Nahrung.

Dieses Thema im Programm:

DIE REPORTAGE | 06.10.2017 | 21:15 Uhr