Die Fleisch-Mafia

Das geheime Netzwerk der Schlachthöfe

Freitag, 11. September 2015, 21:15 bis 21:45 Uhr
Samstag, 12. September 2015, 08:30 bis 09:00 Uhr

Ein Mann läuft in einem Schutzanzug einen Gang entlang, an dessen rechter Seite Schweinehälften hängen. © NDR

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Das Fleisch soll möglichst billig sein, der Gewinn groß: Um diese Ziele zu erreichen, scheint vielen deutschen Schlachthöfen inzwischen fast jedes Mittel recht zu sein. So arbeiten in etlichen Betrieben fast nur noch rumänische Arbeiter unter miserablen Bedingungen.

Perfektioniert wird diese Lohn-Sklaverei von dubiosen Geschäftsmännern, die den Markt für sich entdeckt haben. In großem Stil werben sie in Osteuropa billige Arbeitskräfte an und bringen sie in deutsche Schlachthöfe. Dort angekommen, werden die Arbeiter oft nicht nur ausgebeutet, sondern nach getaner Arbeit auch von ihren Auftraggebern in menschenunwürdigen Quartieren eingepfercht.

Netzwerk erstreckt sich über die ganze Republik

Derweil schaffen die Drahtzieher Millionenbeträge beiseite.

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Das Firmengeflecht um Ralf Rösken

Möglich macht dies ein dubioses Netzwerk aus Unternehmen und Sub-Unternehmen, das sich über die gesamte Bundesrepublik erstreckt.

Wie das System funktioniert, haben NDR Autoren in monatelangen Recherchen herausgearbeitet. Sie haben mit hochrangigen Mitarbeitern der Fleisch-Mafia gesprochen und deren Aussagen mit Akten und Dokumenten untermauert.

Verdacht auf Steuerhinterziehung

Im Zentrum der Recherchen steht die Kapitalgesellschaft ACO, die von Ralf Rösken beherrscht wird. Die Unterlagen, die dem NDR vorliegen, zeigen, dass nahezu alle namhaften Schlacht- und Fleischbetriebe in Deutschland zu seinem Firmenimperium Kontakt haben.

Weitere Informationen

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Der Gewerkschafter Matthias Brümmer beschäftigt sich seit Jahren mit den Praktiken der Fleisch-Mafia. Im Gespräch erklärt er, wie das System funktioniert. mehr

Die Informationen begründen zudem den Verdacht, dass durch die Fleisch-Mafia seit Jahren systematisch Millionen an Steuern und Sozialabgaben hinterzogen werden.

Aussteiger, mit denen der NDR gesprochen hat, liefern in diesem Film erstmals skandalöse Einblicke in diese schmutzigen Geschäfte. Sie erzählen auch, mit welchen Methoden die Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaften immer wieder torpediert werden. Seit Jahren ermitteln sie in dieser Angelegenheit, bislang ohne großen Erfolg.

Lohnsklaven in deutschen Schlachtereien

Autor/in
Michael Nieberg
Redaktion
Kuno Haberbusch
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
mit Video

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