Wie geht das? Unser täglich Brot

Mittwoch, 06. September 2017, 18:15 bis 18:45 Uhr
Freitag, 08. September 2017, 11:30 bis 12:00 Uhr

Ein Mann prüft die Konsistenz eines Brotes mit dem Finger.

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Kruste, Krume und Elastizität müssen perfekt sein

Was macht ein gutes Brot aus? Für den einen ist die Kruste entscheidend, anderen kommt es auf eine würzig-säuerliche Note an, für die nächsten muss es reich an Körnern sein. Michael Isensee aus Lehrte bei Hannover prüft professionell Brot - als einer von drei Brottestern in Deutschland. Getestet wird natürlich nicht nach eigenem Geschmack, sondern nach vorgegebenen Kriterien: Kruste, Krume und Elastizität müssen perfekt sein. Denn in Deutschland ist Brot Kulturgut. Im deutschen Brotregister werden mehr als 300 Brotsorten gelistet, aufgeteilt in zurzeit 3.215 verschiedene Brotspezialitäten. Männer essen 66 Kilo im Jahr, Frauen 55. Dafür werden Unmengen Mehl gebraucht.

Brotbacken bleibt ein Handwerk

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In riesigen Knetkesseln wird der Teig zubereitet.

In der Hemelter Großmühle im emsländischen Spelle werden jährlich 311.000 Tonnen Weizen zu Mehl verarbeitet. Umgerechnet könnten daraus rund 5,3 Milliarden Brötchen gebacken werden. Demgegenüber steht zum Beispiel die kleine Wassermühle im Nettetal. Mit alter Technik wird auch hier gemahlen. Nicht nur aus Folklore, sondern im Auftrag einer Osnabrücker Großbäckerei, die aus diesem Mehl ihr "Mühlenbrot" backt. In riesigen Knetkesseln wird der Teig zubereitet, im 60 Quadratmeter großen Hauptofen mit zwölf Stockwerken gebacken.

Trotzdem bleibt das Brotbacken ein Handwerk, das sich vor allem gegen Billiganbieter aus Osteuropa beweisen muss. Die Dokumentation aus der Sendereihe "Wie geht das?" bietet überraschende Fakten über eine Kulturtechnik, die seit mehr als 10.000 Jahren entwickelt und verfeinert wird.

Leitung der Sendung
Andrea Lütke
Redaktionsleiter/in
Susanne Wachhaus
Redaktion
Thomas Fischer
Autor/in
Britta Nareyka
Claus Halstrup
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke