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Die Trauer nach dem Terror

Die Anschläge in Istanbul im Januar 2016 und in Tunesien im Juni 2015 richteten sich gegen Touristen. Auch deutsche Urlauber waren unter den Opfern. Zu Hause in Deutschland verändert der Terror das Leben der Überlebenden und Angehörigen der Opfer für immer.

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Istanbul, 12. Januar 2016:

Im Touristenviertel der türkischen Metropole sprengt sich ein Selbstmordattentäter inmitten einer Urlaubergruppe in die Luft. In den darauffolgenden Wochen steigt die Zahl der Toten auf zwölf. Alle Opfer des Anschlags kommen aus Deutschland.

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Istanbul: Petra H.

"Es bricht eine Welt zusammen. Das kann man nicht erklären."

Petra H. verliert bei dem Attentat in Istanbul ihren Ehemann und ihren Schwiegervater. An seinem letzten Abend zu Hause habe ihr Mann auf der Couch in der Ecke gesessen. "Das ist jetzt meine letzte Erinnerung an ihn." Am nächsten Tag reist der Familienvater gemeinsam mit seinem Vater in die Türkei.

Am 12. Januar erkennt Petra H. ihren Schwiegervater auf Fernsehbildern des Terroranschlags in Istanbul.

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Seit dem Tag der Todesnachricht wird Petra H. von Tom Gehre begleitet. Er ist Notfallseelsorger und Vorsitzender des Vereins Krisenintervention in Dresden. Tom Gehres ruhige Art erinnere sie an ihren Mann, sagt Petra H. Mit ihm spricht die zweifache Mutter über ihre Verzweiflung und den Verlust für die Familie.

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Istanbul: Lysann L.

In Falkensee, in der Nähe von Berlin, steht der Koffer der Großeltern von Lysann L. - so wie ihn das Ehepaar am Morgen des 12. Januar im Hotel in Istanbul zurückgelassen hat. Auch sie riss der Selbstmordattentäter kurz darauf mit in den Tod. Seitdem versucht ihre Enkeltochter Lysann L., das Trauma zu verarbeiten.

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"Man hilft immer anderen Leuten, man ist Freund und Helfer, aber sich selbst zu helfen ist dann echt schwierig in dem Moment.“

Lysann L., Polizistin

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"In dem Moment, wo es einem schlecht geht, da hängt jemand am Zeiger oder dreht jemand die Uhr einfach rückwärts, gefühlt, und das ist echt nicht schön."

Lysann L.

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Der Terrorakt ist in Deutschland schon nach wenigen Monaten fast vergessen. Die Angehörigen trauern allein. In Istanbul erinnert im Frühjahr noch ein Blumenbehälter am Ort des Anschlags an das Attentat - er wird als Mülleimer genutzt.

Tunesien: Rosemarie H.

Tunesien, 27. Juni 2015:

In einer Hotelanlage im tunesischen Badeort Port el Kantaoui bei Sousse schießt ein Attentäter mit einer Kalaschnikow um sich. 38 Menschen sterben, viele noch am Strand. Tausende Touristen verlassen daraufhin das Urlaubsland Tunesien.

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"Wir haben die Schüsse gehört und sind gerannt."

Rosemarie H. war unter den wenigen, die im Urlaubsort blieben. Nur zufällig hatte sie das Attentat von Sousse überlebt. "Ich lag mit meiner Schwester am Strand. Als der Attentäter kam, waren wir gerade auf dem Weg zum Meer." Anhand ihrer Fotos erinnert sie sich zurück an den 26. Juni 2015.

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"Es wurden jeden Tag mehr Blumen. Anfangs war hier mal eine Rose oder auf dem Liegestuhl, wie ich schon mal fotografiert hab. Und es wurde jeden Tag mehr .. und dann wurde ein großes Herz aus den Blumen gebildet. Mir hat es unheimlich gutgetan. Das war wie eine Trauerbewältigung, eine Verarbeitung."

Rosemarie H.

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„Ich bin schreckhaft geworden, wenn jemand vor mir steht. Es war die Tage wieder im Büro, da stand auf einmal Mann vor mir. Ich fahr sofort zusammen. Ich bin unheimlich schreckhaft geworden.“

Rosemarie H.

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Tom Gehre, Notfallseelsorger

Credits

#BECKMANN

Credits

Autorin:
Käthe Bergmann

Redaktion:
Bettina Meier
Frank Schulze

Schnitt:
Sarah Kaiser

Redaktion: beckground tv

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