Stand: 14.09.2013 10:11 Uhr  | Archiv

Der Kampf um die Straße - was ist erlaubt?

Jeden Morgen wird der Kampf auf norddeutschen Straßen neu eröffnet: Auf der einen Seite die Radfahrer, die hinter jedem Steuer einen Umweltsünder erkennen, der ihnen den Platz auf der Fahrbahn verwehren will. Auf der anderen die Autofahrer, die auf jedem Sattel einen "Kampfradler" vermuten, der ihnen Zeit und Nerven stehlen will. Es werden Unfreundlichkeiten durch die heruntergelassene Scheibe ausgetauscht, Autofahrer mit Handzeichen bedacht und Radfahrer mit Hupattacken.

In der Regel sind beide Seiten fest davon überzeugt, im Recht zu sein. Doch ein Blick auf die Gesetze für das Radfahren birgt für viele so manche Überraschung. NDR.de hat die wichtigsten Regeln für den Alltag zusammengestellt.

Was dürfen Radfahrer - und was müssen sie?

Mit verschiedenen Aktionen wollen die norddeutschen Bundesländer das Fahrradfahren sicherer machen. So sollen in Hamburg an mehr als 40 Hauptverkehrsstraßen neue Radfahrstreifen angelegt werden. In Niedersachsen will die rot-grüne Landesregierung für den Haushaltsplan 2014 mehr Geld für die Radwege einplanen als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Und in Mecklenburg-Vorpommern ist ein bundesweiter Modellversuch gestartet, bei dem gestrichelte Linien auf Landstraßen Radfahrern außerhalb von Ortschaften mehr Sicherheit bieten soll.

15 Prozent im Alltag mit dem Rad unterwegs

Der Anteil der Radfahrer am deutschen Straßenverkehr nimmt weiter zu: Nachdem man in früheren Jahren von zehn Prozent ausging, sollen nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) inzwischen 15 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad erledigt werden.

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