Stand: 26.01.2015 15:45 Uhr  | Archiv

Quadratmeter-Abzocke: Tipps für Mieter

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Schon vor dem Einzug sollten Mieter die Wohnfläche nachmessen.

Vor allem in größeren Städten sind Wohnungen knapp und deshalb auch schnell weitervermietet. Da fällt es kaum noch auf, wenn Vermieter es mit der Größe der Wohnung nicht so genau nehmen. In seltenen Fällen mogeln Vermieter sogar bei der Zahl der Quadratmeter, um eine höhere Miete verlangen zu können. Doch das müssen Mieter nicht hinnehmen. Zusammen mit dem Mieterverein Hamburg gibt Markt Tipps, wie Sie Ihre Wohnung richtig ausmessen.

  • Abweichungen erlaubt

    Für die Miethöhe ist die genaue Wohnfläche maßgeblich. Erst wenn die tatsächliche Fläche mehr als zehn Prozent kleiner ist als die im Mietvertrag vereinbarte Fläche, können Mieter auf eine Neuberechnung der Miete hoffen.

  • Richtig messen

    Messen Sie die Fläche zentimetergenau mit einem Zollstock oder Maßband, am besten oberhalb der Fußleisten.

  • Ausnahmen

    Nicht zur Wohnfläche zählen
    - Flächen von Türnischen
    - Wandvorsprünge wie Schornsteine und Pfeiler ab 1,50 Meter Höhe und einer Grundfläche von mehr als 0,1 Quadratmeter
    - bis zum Fußboden reichende Fenster- und Wandnischen mit einer Tiefe bis 13 Zentimeter
    - Flächen und Absätze von Treppen mit mehr als drei Stufen
    - Abstellräume außerhalb der Wohnung, etwa Keller und Dachboden

  • Nicht alles zählt voll

    Balkone, Terrassen, Dachgärten und Loggien zählen in der Regel mit einem Viertel ihrer tatsächlichen Fläche zur Wohnfläche.

  • Deckenhöhe beachten

    Für die Fläche unter Dachschrägen, Raumteilern und Treppen gilt:
    -  Raumteile mit einer Deckenhöhe von weniger als einem Meter zählen nicht zur Wohnfläche
    - Flächen unter Decken mit ein bis zwei Metern Höhe zählen zur Hälfte
    - Ab einer Deckenhöhe von zwei Metern wird die komplette Wohnfläche mitgezählt.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 26.01.2015 | 20:15 Uhr