Sendedatum: 28.10.2013 20:30 Uhr  | Archiv

Welche Bettdecke ist die richtige?

von Martje Freese
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Die einen mögen es kuschelig warm, die anderen bevorzugen eine dünne, leichte Decke.

Die richtige Bettdecke ist Voraussetzung für einen erholsamen Schlaf. In der kalten Jahreszeit muss eine warme Decke her. Die einen mögen dünne, leichte Modelle, die anderen bevorzugen dicke, schwere Decken. Dabei stehen unterschiedliche Füllungen zur Auswahl. Markt hat Oberbetten aus Daunen, Synthetikfasern und Ziegenhaar verglichen.

Wärmekategorie passend zum Schlafklima

Wichtig für die Auswahl der perfekten Decke: die Temperatur im Schlafzimmer und das persönliche Wärmeempfinden. Ist der Raum kühl oder beheizt? Schwitzt man stark oder friert man leicht? Dazu sollte die Wärmekategorie passen, die man auf dem Etikett jeder Decke findet:

  • Wärmekategorie 1 für beheizte Schlafzimmer und als Sommerbett
  • Wärmekategorie 2 für leicht beheizte Räume und Übergangstemperaturen
  • Wärmekategorie 3 für Übergangstemperaturen und oft als Ganzjahresdecke
  • Wärmekategorie 4 für kalte Schlafzimmer und als Winterdecke

Wer leicht friert, sollte eine höhere Wärmekategorie wählen als jemand, dem es schnell zu warm wird.

Füllung aus Daune, Naturhaar oder Synthetik

In jeder Wärmekategorie gibt es Füllungen aus Daunen, Synthetik und Naturhaar. Welches das passende Material ist, hängt von den persönlichen Vorlieben ab: Wer das hohe Gewicht einer Decke zu schätzen weiß, sollte sich für Naturhaar entscheiden. Das Material ist bei gleicher Wärme etwa doppelt so schwer wie Daunen. Synthetikfasern sind leicht, aber nicht so kuschelig wie Daunen und nicht so warm wie Naturhaar.

Wichtig für Allergiker: Die meisten Decken aus Synthetikfasern kann man bei 60 Grad in der Waschmaschine waschen. Decken mit Daunen- und Naturhaarfüllung müssen in die Reinigung.

Daunendecken: Oft Federn beigemischt

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Daunen sind federleicht und warm.

Nicht alle Daunendecken sind ausschließlich mit Daunen gefüllt. Einige Modelle enthalten auch gewöhnliche Federn. Den Daunen-Anteil findet man auf dem Pflege-Etikett. Besonders hochwertig sind Decken mit 100 Prozent Daunen. Ist der Anteil geringer, können die beigemischten Federn durch die Decke stechen.

Auch bei Synthetik-Decken gibt es Qualitätsunterschiede. Günstige Modelle enthalten oft Fasern, die relativ leicht brechen oder verklumpen, sagt Thomas Fehr vom Einkaufsverband der Bettenunternehmer. Decken aus hochwertigen Kunstfasern seien robuster, aber auch teuer. Für ein Modell mit den Maßen 1,40 mal 2 Meter zahlt man in der Wärmekategorie 3 rund 200 Euro, während Daune und Naturhaar rund 500 Euro kosten.

Naturhaar gleicht Wärmeschwankungen aus

Das Naturhaar in der Deckenfüllung stammt in der Regel von der Kaschmirziege oder vom Kamel. Ziegenhaar ist feiner und kuscheliger als Kamelhaar. Naturhaar zeichnet sich dadurch aus, dass es Temperaturschwankungen gut ausgleicht.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 28.10.2013 | 20:30 Uhr

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