Stand: 12.07.2017 09:15 Uhr

Urlaubszeit: Wohin mit dem Haustier?

Viele Tiere werden im Sommer ausgesetzt oder im Tierheim abgegeben. Wer sich ein Tier anschafft, sollte sich vorher ganz genau überlegen, welche Verpflichtungen und welche Verantwortung damit verbunden sind. Dazu gehört auch die Frage, was mit dem Tier passiert, wenn der Besitzer in den Urlaub fährt.

Hund auf dem Schoß.

Urlaub mit dem Hund: Was ist zu beachten?

Mein Nachmittag -

Viele Hundebesitzer wollen gerne mit ihrem Vierbeiner verreisen - doch was ist, wenn der Hund erkrankt? Und worauf muss man bei Flugreisen achten? Tierärztin Sonja Schirmer weiß Rat.

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Das Tier fährt mit - Impfschutz und Tierausweis nicht vergessen

Prinzipiell spricht nichts dagegen, Haustiere mit in den Urlaub zu nehmen. Während Hunde meist recht flexibel sind, mögen Katzen Ortswechsel nicht besonders. Deshalb ist es besser, sie bleiben in der gewohnten Umgebung zu Hause und werden dort von Nachbarn oder Freunden versorgt. Ob das Tier mitfährt, hängt auch vom Reiseziel ab. Von Kurzreisen nach Südeuropa etwa rät Tierärztin Sonja Schirmer ab: "Dort ist es viel zu heiß. Außerdem kommen dort ganz andere Krankheiten vor als bei uns und man setzt sein Tier einem Risiko aus."

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Nicht jedes Haustier kann in den Urlaub mitfahren.

Wer mit Tier verreist und im Hotel wohnt oder ein Appartement mietet, sollte sich vorher informieren, ob Tiere dort willkommen sind. Manche Unterkünfte bieten explizit Zimmer für Gäste mit Hunden an. Liegt das Reiseziel im Ausland, muss der Hund geimpft und gekennzeichnet sein, die Daten müssen im Heimtierausweis stehen, der ins Reisegepäck gehört. Außerdem empfiehlt es sich, eine Reiseapotheke für das Tier mitzunehmen.

Nachbarn und Freunde fragen

Kann das Tier nicht mit, ist es am besten und kostengünstigsten, wenn Nachbarn, Bekannte oder Verwandte es in seiner gewohnten Umgebung betreuen. Professionelle Tiersitter bieten diese Arbeit gegen Bezahlung an. Im Internet finden sich mehrere Seiten, die Tiersitter vermitteln, und viele Tierarztpraxen hängen Angebote von Tiersittern aus. Eine Alternative kann die Aktion "Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier" des Deutschen Tierschutzbundes sein. Die beteiligten Tierschutzvereine vermitteln Pflegeplätze bei Menschen, die in ihrem Zuhause vorübergehend ein fremdes Tier aufnehmen. Gewünscht, aber nicht Bedingung ist, dass sich die Halter bei Gelegenheit revanchieren.

Unterkunft in einer Tierpension

Alternativ kann man Haustiere in einer Tierpension unterbringen. Die Auswahl reicht von einfachen Quartieren bis zu luxuriösen Unterkünften. Gute Adressen sind in der Urlaubszeit schnell ausgebucht, Tierhalter sollen deshalb rechtzeitig einen Platz buchen. Tipp: Am besten die Unterkunft vorher besichtigen und entscheidende Fragen klären. Wie viel Auslauf haben die Tiere? Wie viele Mitarbeiter kümmern sich um sie? Wird das Tier individuell gefüttert? Der Betreiber der Pension sollte einen Sachkundenachweis nach Tierschutzgesetz vorlegen können und nur geimpfte Tiere aufnehmen.

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Tier und Urlaub

Der Deutsche Tierschutzbund gibt Tipps. extern

Eine gute Unterbringung hat natürlich ihren Preis. Für eine Katze kostet sie etwa 7 bis 10 Euro pro Tag, für einen Hund je nach Größe 20 bis 25 Euro. Kleintiere sind wesentlich günstiger. Als Ansprechpartner auf der Suche nach einer Pension empfiehlt sich der örtliche Tierschutzverein. Manche Vereine und Tierheime bieten auch selbst Unterkünfte auf Zeit an.

Tiere aus dem Urlaub mitbringen - lieber nicht

Manch ein Urlauber verliert im Reiseland sein Herz an einen streunenden Hund oder eine Katze und nimmt das Tier aus Mitleid mit nach Hause. Das kann eine Menge Probleme mit sich bringen: "Besonders Tiere aus Südeuropa haben oft schwere Krankheiten wie etwa Leishmaniose oder Erlichiose, die man nicht sofort erkennt", warnt Tierarzt Dr. Fabian von Manteuffel. Die Behandlung dieser Krankheiten, die durch Parasiten verursacht werden, kann sehr teuer werden. Wer dennoch einem Tier helfen will, muss sich dieser Gefahren bewusst sein.

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Dieses Thema im Programm:

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