Stand: 07.08.2017 13:26 Uhr

Radon im Haus: Gefahr für die Gesundheit

von Alexa Höber

Wenn Radon aus der Erde austritt, kann es die Raumluft in Häusern vergiften. Auf das radioaktive Gas sind laut Experten jedes Jahr 2.000 Fälle von Lungenkrebs zurückzuführen. Markt beantwortet die wichtigsten Fragen.

Radon kommt durch undichte Stellen.

Radon im Haus: Gefahr für die Gesundheit

Markt -

Wenn das radioaktive Gas Radon aus dem Erdreich austritt, kann es die Raumluft in Häusern vergiften. Auf Radon sind laut Experten jedes Jahr 2.000 Fälle von Lungenkrebs zurückzuführen.

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Wie gelangt Radon in Gebäude?

Radon ist ein radioaktives Gas. Es entsteht im Untergrund, dort wo Uran natürlicherweise im Gestein vorkommt. Das radioaktive Gas gelangt dann durch Ritzen im Mauerwerk ins Gebäude. Es sammelt sich im Haus wie unter einer Käseglocke.

Wie schädlich ist Radon?

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Die Radon-Belastung in Gebäuden lässt sich mit einem speziellen Dosimeter ab etwa 30 Euro messen.

Studien zeigen, dass Radon Lungenkrebs verursachen kann. Wie hoch das Risiko ist, hängt von der Konzentration des Gases und der täglichen Aufenthaltsdauer in den betroffenen Räumen ab. Gemessen wird die Konzentration in der Einheit Becquerel. Ein Becquerel entspricht einem radioaktiven Zerfall pro Sekunde. In Deutschland befinden sich durchschnittlich 60 Becquerel Radon in einem Kubikmeter Raumluft. Ab 100 Becquerel steigt das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. In Deutschland erkranken nach Schätzungen 2.000 Menschen pro Jahr wegen des radioaktiven Gases in ihrer Atemluft.

Wer schützt uns vor zu hoher Radon-Belastung?

Im Februar 2018 tritt einen neue Strahlenschutzverordnung in Kraft. Dann sollen Gebäude möglichst nicht mehr als 300 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft enthalten. Besser für die Gesundheit ist es, unter 100 Becquerel zu kommen. Doch bei einem solchen Wert müssten sehr viele mehr Häuser saniert werden.

Wie hoch ist die Radon-Belastung?

Die Radon-Belastung ist regional unterschiedlich. In Norddeutschland enthalten grundsätzlich weniger Gebäude Radon in hoher Konzentration als in anderen Gebieten. Es gibt aber vereinzelt Gebäude im Norden, in denen bis zu 8.000 Becquerel pro Kubikmeter gemessen wurden.

In einem Schulzentrum in Büchen in Schleswig-Holstein hat das Kieler Umweltministeriums die Radon-Belastung messen lassen. Ermittelt wurden 558 Becquerel in einem Raum neben der Turnhalle. Daraufhin durchgeführte spätere Radon-Messungen in Klassenräumen kamen zu dem Ergebnis, dass sich dort kein Radon in problematischer Konzentration befindet.

Dieses Thema im Programm:

Markt | 07.08.2017 | 20:15 Uhr

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