Stand: 20.11.2014 21:00 Uhr  | Archiv

Fernbus-Portale unter die Lupe genommen

von Heiko Block, NDR.de

Das Auto muss in die Werkstatt, bei der Bahn wird gestreikt und eine direkte Flugverbindung gibt es nicht? Der Fernbus ist seit knapp zwei Jahren eine ernsthafte Alternative in Deutschland. Es gibt immer mehr Linien, die Passagierzahlen steigen - vor allem, weil die Preise günstig sind. Da es immer neue Anbieter gibt und einige im harten Preiskampf bereits das Handtuch geworfen haben, fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Gut, dass es spezielle Fernbus-Portale gibt, die bei der Suche helfen sollen. Da es dabei große Unterschiede gibt, hat NDR.de die wichtigsten Seiten unter die Lupe genommen.

Gute Hilfe zur Orientierung im Fernbus-Dschungel

Bei unserem Vergleich wurde deutlich: Suchportale können eine gute Hilfe zur Orientierung im Fernbus-Dschungel sein. Linien-Verbindungen lassen sich meist schnell finden. Allerdings gibt es auch weniger gelungene Seiten. Einige Anbieter wollen offensichtlich vom Boom profitieren, obwohl sie nicht viel Service bieten. Ein Hauptunterschied zwischen den Portalen ist die Einbindung von alternativen Möglichkeiten - beispielsweise Bahn-Verbindungen oder Mitfahrzentralen. Das ist gerade dann wichtig, wenn die Reise in eine kleine Stadt gehen soll, die noch nicht ans Fernbus-Netz angeschlossen ist.

Die meisten Seiten bieten leider noch keine Kombinationen verschiedener Busreisen oder die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs an. Kein Portal überzeugte deshalb vollends. Entweder wurden Verbindungen oder Anbieter nicht angezeigt - oder Sortiermöglichkeiten und Service-Informationen fehlten. Bei unserem Vergleich suchten wir eine Fernbus-Verbindung von Hamburg nach Göttingen am Freitag, den 21. November.

Fernbus-Suchportale im Vergleich:

  • busliniensuche.de

    Die Homepage von busliniensuche.de ist übersichtlich gestaltet und komfortabel. Neben dem Suchfeld wird die Startseite vom Hinweis auf die kostenlose App dominiert. Links zu beliebten Zielen gibt es nicht. Dafür aber erweiterte Suchoptionen für zeitliche Flexibilität und eine Auswahl aller Busunternehmen. Die günstigste und schnellste Verbindung wird - zusammen mit einer Karte - in einer großen Box angezeigt. Gefolgt von einer Liste mit Datum, Uhrzeit und Anbieter mit allen weiteren möglichen Verbindungen. Das Ergebnis lässt sich nach Kategorien sortieren (Abfahrt, Ankunft, Dauer, Preis, Verkehrsmittel). Zudem gibt es Filter für Preise und Zeiten. Der "Zur Buchung"-Button hinter den Angeboten führt zur Webseite des Unternehmens. Für die gewünschte Fahrt von Hamburg nach Göttingen werden 23 Verbindungen angezeigt, darunter auch sechs Fahrten der Bahn und eine der Mitfahrzentrale BlaBlaCar - ein guter Service. Als günstigste Bus-Route wird FlixBus (10,99 Euro) angezeigt.

  • fernbus24.de

    Das Portal fernbus24.de bietet viel Service und ist komfortabel. Auf der Startseite werden unter dem Suchfeld beliebte Verbindungen präsentiert - mit dem Fokus auf die Metropolen Berlin, Hamburg, Frankfurt und München. Darunter sind die Fernbus-Städte von A bis Z und 27 Länder aufgeführt. Fernbus24.de verspricht die Auswahl von 11.000 Bus-Verbindungen in 500 Städte europaweit und bietet eine App für Android. Zudem gibt es einen News-Blog sowie eine Übersicht über alle Strecken und Unternehmen. Die Suche nach einer Fahrt von Hamburg nach Göttingen bringt für das gewünschte Datum 16 Treffer - neun von MeinFernbus, drei mit dem ADAC Postbus und vier mit FlixBus. In einer Box erfährt der Reisende den günstigsten Anbieter (FlixBus mit 10,99 Euro), die schnellste Verbindung (3:20 Stunden, MeinFernbus) und wieviele Busunternehmen Fahrten zum Zielort anbieten. Die Buchung erfolgt beim Anbieter. Die Suchergebnisse lassen sich nach Preis, Dauer, Abfahrts- und Ankunftszeit, Unternehmen und Komfort sortieren. Darunter werden direkt Rückfahrmöglichkeiten aufgelistet.

  • checkmybus.de

    Die Seite checkmybus.de ist schnell, die Suchergebnisse werden noch während des Eintippens ausgeworfen. Die Darstellung ist übersichtlich. Die Serviceleistungen der Linien werden detailliert angegeben. 16 Angebote werden für die Fahrt von Hamburg nach Göttingen angezeigt: neun von MeinFernbus, vier von FlixBus und drei vom ADAC Postbus. Erneut kommt das günstigste Angebot mit 10,99 Euro von FlixBus. Praktisch ist die automatische "Preisvorschau +7 Tage". Sie zeigt das günstigste Angebot in den Folgetagen an - für flexible Preisbewusste sinnvoll. So wird in diesem Fall ein Sonderangebot von acht Euro für den Folgetag empfohlen. Auch die schnellste Verbindung wird aufgelistet. Das Suchergebnis lässt sich nach Preis, Zeit, Dauer und Anbieter sortieren. Auch ein Vergleich zu Angeboten der Bahn ist möglich. Checkmybus.de bietet auch eine kostenlose App an und findet auch zahlreiche Fernbus-Verbindungen im europäischen Ausland.

  • fernbusse.de

    Die Homepage von fernbusse.de ist ansprechend und übersichtlich gestaltet. Es gibt neben einer komfortablen Suchfunktion auch alles Wissenswerte über Fernbusse, Links zu beliebten Linien und Sparangeboten sowie aktuelle Nachrichten und Hintergründe - beispielsweise zum Bahnstreik. Auch Bewertungen von Anbietern sind möglich. Die Suchergebnisse lassen sich nach Zeit, Anbieter und Preis sortieren. Zudem gibt es Angaben zum Service der Anbieter. Das Feld "Jetzt buchen" führt direkt zu den jeweiligen Buslinien. Für die Fahrt von Hamburg nach Göttingen werden 16 Verbindungen angezeigt: neun von MeinFernbus, vier von FlixBus und drei vom ADAC Postbus. Das günstigste Angebot kommt auch hier mit 10,99 Euro von FlixBus. Positiv: Es werden auch alternative Verbindungen der Deutschen Bahn und Mitfahrgelegenheiten angezeigt.

  • klickbus.de

    Die Suchmaschine klickbus.de bietet viele Möglichkeiten, die Ergebnisse zu sortieren - zum Beispiel nach niedrigstem Preis, frühester Abfahrt oder Buslinie. Klickbus.de ist übersichtlich gestaltet. Auf der Homepage werden die beliebtesten Ziele und Verbindungen angezeigt. Die Seite listet allerdings nur drei Ergebnisse für die geplante Fahrt von Hamburg nach Göttingen auf - alle vom ADAC Postbus. Der günstigste Preis liegt bei 15 Euro. Negativ: Klickbus.de zeigt nur Ergebnisse von ADAC Postbus, Berlin-Linien-Bus und DeinBus an. Auch City2city wird auf der Seite als Partner beworben, obwohl der Betrieb bereits eingestellt wurde. Zudem droht ein weitere Partner wegzubrechen: DeinBus.de musste Insolvenz beantragen.

  • busticket.de

    Das Portal www.busticket.de bietet da schon mehr Verbindungen an. Neben drei Fahrten vom ADAC Postbus auch acht von FlixBus. Zudem werden auch 18 Zug-Verbindungen angezeigt. Das günstigste Angebot wird farblich hervorgehoben: zwölf Euro mit dem ADAC Postbus. Die Suchmaske und die Seite sind übersichtlich aufgebaut, außerdem kann man auf einer Google-Maps-Karte die Route nachverfolgen. Die Ergebnisse lassen sich nach Abfahrtszeit, Fahrtdauer, Anbieter und Preis sortieren. Zusätzlich liefert die Suchmaschine Informationen über die Haltestellen und die Streckenbeschreibung. Der Button "Zur Buchung" leitet den User weiter auf die Seite des jeweiligen Anbieters. Zwei Google-Maps-Boxen im unteren Teil der Seite zeigen den genauen Ab- und Ankunftsort. Es gibt zudem auf der Startseite Links zu den beliebtesten Strecken und den wichtigsten Verbindungen.

  • fahrtenfuchs.de

    Die Startseite von fahrtenfuchs.de ist übersichtlich und aufgeräumt. Zudem gibt es dort einige Service-Links zu den wichtigsten und beliebtesten Busverbindungen. Die Suchergebnisse lassen sich nach Abfahrtszeit, Preis und Dauer sortieren. Allerdings funktionierte diese Option beim Test selten. Für die Fahrt von Hamburg nach Göttingen werden 17 Verbindungen angezeigt. Zehn von MeinFernbus, vier von FlixBus und drei vom ADAC Postbus. Die günstigste Verbindung bietet demnach FlixBus mit 10,99 Euro. Die Darstellung der Suchergebnisse ist verbesserungswürdig, es wird weder das günstigste Angebot noch die schnellste Verbindung hervorgehoben. Auch Bahnfahrten werden nicht angezeigt. Zudem gibt es keine Karten. Dafür werden aber zwölf "Komfortmerkmale" aufgelistet - beispielsweise Getränke, Snacks, Strom, W-LAN, Klimaanlage oder Fahrradmitnahme. Die Buchung erfolgt direkt beim Anbieter.

  • verkehrsmittelvergleich.de

    Auf verkehrsmittelvergleich.de kann man auf der minimalistischen und übersichtlichen Startseite über die erweiterte Suche aus unterschiedlichen Verkehrsmitteln wählen: Zug, Flug, Fernbus, Mitfahrgelegenheit, Mietwagen, Taxi und Auto. Versprochen wird ein Vergleich von 700 Anbietern inklusive Spezialangebote. Sucht man nach einer Busverbindung, wird die günstigste und schnellste Verbindung oben in einem Kästchen hervorgehoben. Die weiteren Verbindungen werden chronologisch aufgelistet und können nach verschiedenen Kategorien (Zeit, Dauer, Preis) gefiltert werden. Für die geplante Fahrt von Hamburg nach Göttingen werden 16 Fernbus-Verbindungen angezeigt: neun von MeinFernbus, vier von FlixBus und vier vom ADAC Postbus. Auch diesmal bietet FlixBus mit 10,99 Euro die günstigste Fahrt an. Für die Buchung wird man auf die Seite des Anbieters weitergeleitet. Auch länderübergreifenden Strecken oder Routen im Ausland lassen sich abfragen.

  • goeuro.de

    Die Seite goeuro.de bietet ebenfalls die Möglichkeit, mehrere Verkehrsmittel zu vergleichen. Angezeigt werden neben Busreisen auch Flüge, Zugverbindungen und Mietwagen. Die Homepage ist übersichtlich gestaltet. Unter dem großen Suchfeld werden die beliebtesten Bus- und Bahnverbindungen, Bahnhöfe und auch Flughäfen aufgeführt. Das Suchergebnis lässt sich nach Preis und Geschwindigkeit ordnen. In einem Kasten werden auf einem Blick die günstigsten und schnellsten Verbindungen mit Zug, Bus und Flugzeug aufgeführt. Zum Vergleich wird auch die Fahrtzeit mit dem Auto angezeigt - mit einem praktischen Link zur Mietwagensuche. Daneben ist auf einer Karte die Strecke zu sehen. Für die gewünschte Fahrt von Hamburg nach Göttingen werden 50 Züge aufgeführt, eine Flugverbindung dagegen nicht. Dafür aber neun Fahrten mit dem Bus - allerdings alle von MeinFernbus. Das günstigste Angebot liegt bei elf Euro, doppelt so viel kostet die günstigste Bahnfahrt. Leider lassen sich die verschiedenen Verkehrsmittel nicht in einer Liste darstellen, so muss man häufiger die Ansicht wechseln. Der Buchungs-Link führt direkt auf die Seite des jeweiligen Anbieters.

  • bus-portal24.de

    Die Seite bus-portal24.de ist zwar übersichtlich gestaltet, bietet aber nur wenig Service. Dafür gibt es zahlreiche technische Fehler. Links führen ins Leere oder nur zurück auf die Startseite, die Datenbank ist schwach und die Suche funktioniert nicht richtig. So werden für die gewünschte Verbindung Hamburg-Göttingen zwar zehn Verbindungen angezeigt, davon aber einige doppelt oder in die falsche Richtung. Zudem werden nur FlixBus-Fahrten aufgelistet. Das günstigste Angebot liegt mit 24 Euro deutlich über denen von Konkurrenzseiten, obwohl es vom gleichen Anbieter kommt. Weiterer Minuspunkt: Es gibt keine Links zur direkten Buchung. Immerhin werden oben über den Suchergebnissen das günstigste Angebot und die schnellste Fahrzeit hervorgehoben. Andere Seiten haben aber deutlich mehr zu bieten.

  • busfinder.de

    Das Portal busfinder.de weist zahlreiche Schwächen auf. Auf der Homepage gibt es außer dem Suchfeld und ein paar Angeboten keine weiteren Service-Links. Von Hamburg nach Göttingen wird keine einzige Fahrt gefunden. Insgesamt gibt es in der Datenbank nur sehr wenige Verbindungen. Wer dennoch fündig geworden ist, der kommt mit einem Klick zum Buchen auf die Seite des jeweiligen Anbieters. Sortieren lassen sich die Suchergebnisse nicht. Immerhin gibt es Karten von den jeweiligen Abfahrtsorten und eine Auflistung, welchen Service die Buslinie bietet. Unter dem Menüpunkt Streckennetz sind zwar sehr viele Fernbusrouten zu finden, die Karte ist aber zu unübersichtlich.

  • busvergleich.net

    Die Seite busvergleich.net ist auf den ersten Blick übersichtlich gestaltet und bietet auf der Homepage Links zu den beliebtesten Abfahrtsorten und Anbietern. Die Suche ist allerdings unkomfortabel, es lassen sich nur Start- und Zielort eingeben. Ein Datumsfeld fehlt. Für die gewünschte Fahrt von Hamburg nach Göttingen werden nur zwei Verbindungen angezeigt. Es gibt keinerlei Sortierungsmöglichkeiten und auch keine Datumsangaben. Es werden nur die Wochentage aufgelistet, an denen der Bus grundsätzlich fährt. Die Angaben zu Preisen und Zeiten sind zu unpräzise. So gibt es beispielsweise keine Infos, wann der Bus überhaupt in Göttingen ankommt. Erst der Klick auf den Link zum Anbieter bringt Klarheit. Immerhin gibt es eine Karte vom Abfahrtsort und die Adressen der Zwischenhaltestellen.

  • fernbusverbindungen.com

    Die Seite fernbusverbindungen.com ist nicht ganz so übersichtlich wie viele Konkurrenz-Portale. Es gibt zahlreiche Werbebanner. Die Suchmaske ist nicht nur relativ klein oben links am Rand versteckt, sie führt auch nur direkt zur Seite von FlixBus. Es gibt auch Links zu anderen Anbietern, aber dadurch wird die Suche umständlich und langwierig, weil ein direkter Vergleich fehlt. Wer alle Angebote auf einen Blick haben möchte, ist hier also falsch. Das Portal fernbusverbindungen.com ist eher eine Sammlung von Links zu Reiseanbietern. Immerhin gibt es aber auch Links zur Deutschen Bahn, zu Mitfahrgelegenheiten und Mietwagen. Zudem gibt es verschiedene Rubriken. Dort werden beliebte Städte-, Rund-, Tages- oder auch Erholungsreisen aufgeführt - auch ins europäische Ausland.

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Fazit: Ergebnisse ordentlich - aber es gibt Luft nach oben

Unsere Favoriten für Fernbusfahrten sind fernbus24.de, busliniensuche.de, fernbusse.de und checkmybus.de. Die Seiten sind übersichtlich, zeigen viele Angebote und bieten guten Service. Wer verschiedene Verkehrsmittel vergleichen will, sollte sich verkehrsmittelvergleich.de oder goeuro.de anschauen. Insgesamt sind die Ergebnisse der meisten Portale gut, aber es kann immer passieren, dass eine Suche bei einer anderen Seite doch noch ein besseres Ergebnis bringt. Tipp: Bei der Planung von Urlaub, Kurztrip oder Geschäftsreise zwei oder drei Portale befragen. Nicht zu empfehlen sind busvergleich.net, bus-portal24.de und busfinder.de.

Der Fernbusmarkt in Deutschland

Seit Anfang 2013 ist der Markt für Fernbusse in Deutschland freigegeben. Zuvor durften die Busanbieter der Deutschen Bahn im Fernlinienverkehr keine Konkurrenz machen. Im Oktober 2014 wurden dem Busunternehmerverband BDO zufolge 252 Fernbuslinien in Deutschland bedient. Nach einer Erhebung des Verkehrsforschungsinstituts IGES ist das Unternehmen Mein Fernbus mit einem Marktanteil von 45 Prozent Marktführer - gefolgt von Flixbus mit 23 Prozent und der Deutschen Bahn (Berlinlinienbus und IC Bus) mit zwölf Prozent. Der ADAC Postbus liegt bislang mit acht Prozent auf Platz vier.

Harter Preiskampf forderte bereits Opfer

Der Fernbus-Markt in Deutschland ist hart umkämpft. Zahlreiche Anbieter investieren viel Geld in Hightech-Busse und ein stetig wachsendes Streckennetz. Die Unternehmen unterbieten sich gegenseitig beim Preis, um möglichst viele Gäste an Bord ihrer Busse zu locken. Dieser Preiskampf forderte bereits Opfer. Der Busdienst city2city stellte den Betrieb ein, DeinBus.de musste Insolvenz anmelden. Der ADAC verkündete den Ausstieg aus dem Fernbusmarkt und überlässt seine Anteile am ADAC Postbus der Post. Um eine Marktbereinigung wird die junge Branche mittelfristig nicht herumkommen, meint die Stiftung Warentest, die im Juli 2014 neun überregional bedeutsame Fernbus-Anbieter testete. Für den Verbraucher könnten die Tickets dann teurer werden. Billiger als die normalen Fahrpreise der Bahn werden die meisten Fernbus-Tickets wohl aber vorerst bleiben.

Die besten Anbieter mit einem umfangreichen Streckennetz sind laut Stiftung Warentest FlixBus (Note 1,8), ADAC Postbus (2,0), Berlin Linien Bus (2,0) und MeinFernbus (2,2). Eine gute Note bekam auch die hundertprozentige Bahn-Tochter IC Bus (2,0), die aber nur wenig Linien anbietet und hauptsächlich in Süddeutschland unterwegs ist.

Das sollten Fernbus-Reisende beachten:

  • Nicht jede Busreise ist spottbillig

    Auch wenn Busreisen als besonders günstig gelten, sind nicht alle Tickets zu Schnäppchenpreisen zu bekommen. Die Kontingente an Billigtickets sind begrenzt. Langfristige Buchungen erhöhen die Chance auf diese Tickets. Ab und zu verkaufen auch große Discounter Gutscheine für die günstigen Tickets. Bei längeren Strecken sind manchmal auch Bahn oder Flugzeug eine Alternative.

  • Sitzplatzreservierungen sind selten vorab möglich

    Sitzplätze nach Wunsch sind nicht wie bei der Bahn selten vorab zu reservieren. Zwar haben Reisende Anspruch auf einen Sitzplatz, können dessen Lage aber meist nicht selbst auswählen. Manchmal wird der Platz erst direkt vor Abfahrt vom Busfahrer zugewiesen.

  • Gepäck kann extra kosten

    Für Gepäck erheben viele Busunternehmen Gebühren. Für normale Koffer liegen diese meist bei etwa einem Euro, größeres Gepäck kostet bis zu zehn Euro. Handgepäck ist frei. In Foren beschweren sich Busreisende häufig über Chaos bei der Gepäckausgabe und über mangelnde Bewachung des Gepäcks durch den Fahrer an den Haltepunkten.

  • Stau kann die Reisezeit verlängern

    Anders als im Bahnverkehr kann sich die Reise immer durch Staus verlängern. Die Busse fahren dann in der Regel keine Umwege. Auch wenn es Fahrpläne mit festen Zeiten gibt, sind diese in der Praxis nicht zuverlässig einzuhalten.

  • Nicht jeder Fahrer ist ausgeruht

    Die Fahrer sind manchmal enorm unter Druck. Häufig werden daher die Lenkzeiten überschritten und die Ruhezeiten nicht eingehalten.

  • Service: Toiletten, Snacks und Strom

    An Bord der Busse gibt es fast immer Toiletten, Getränke und Snacks. Auch Steckdosen und kostenfreies W-LAN werden häufig angeboten. Teilweise ist es auch möglich, Tiere oder Fahrräder mitzunehmen. Der Service variiert aber je nach Anbieter.

  • Stornierungen und Umbuchungen

    Die Stornierungs- und Umbuchungsrichtlinien unterscheiden sich stark. Vor der Buchung sollte man sich bei dem jeweiligen Anbieter über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen informieren, denn Verbraucherzentralen mahnten einige Fernbus-Unternehmen in der Vergangenheit ab. Kunden wurden durch Klauseln benachteiligt. Dabei ging es beispielsweise um Haftungsfragen und die Rückerstattung des Fahrpreises. Laut Stiftung Warentest haben die meisten Anbieter aber mittlerweile nachgebessert.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 17.11.2014 | 20:15 Uhr