Stand: 19.05.2014 18:40 Uhr  | Archiv

Dosierung: So tricksen Waschmittelhersteller

von Heike Dittmers

Viele Hersteller bieten für ihre Waschmittel sogenannte Dosierhilfen an, die man per Telefon oder im Internet bestellen kann. Doch oft ist es damit fast unmöglich, Pulver oder Flüssigreiniger richtig zu dosieren. Die Maße stimmen zum Teil nicht mit den Dosierempfehlungen auf der Verpackung überein. Das Problem: Wer Waschmittel nach Gefühl dosiert, nimmt meist zu viel oder zu wenig davon.

Überdosis für die Wäsche

Fehldosierung: Schlecht für Wäsche und Umwelt

Zu wenig Waschmittel bedeutet: Die Wäsche wird nicht richtig sauber und manchmal sogar grau, weil sich der Schmutz wieder auf den Textilien ablagert, erklärt Professor Thomas Gassenmeier von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Bei einer Überdosierung bestehe die Gefahr, dass die Umwelt stärker belastet wird.

Praxistest: Verbraucher scheitern an Dosierhilfen

Im Praxistest von Markt waren viele Verbraucher nicht in der Lage, mit Dosierhilfen die empfohlene Menge Pulver oder Flüssigreiniger richtig abzumessen. Daran hätten die Hersteller auch kein Interesse, kritisiert Dirk Petersen von der Verbraucherzentrale Hamburg. Sie könnten so den Verkauf ihrer Waschmittel ankurbeln. Schon wer nur fünf bis zehn Milliliter mehr Waschmittel verbraucht, als vom Hersteller empfohlen, verliert pro Packung eine Waschladung und muss schneller eine neue kaufen. Die Hersteller weisen die Vorwürfe zurück.

 

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 19.05.2014 | 20:15 Uhr