Stand: 23.05.2017 12:55 Uhr

Werderland: Biotop an zwei Flüssen

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Wasserpflanzen gehören zu den typischen Gewächsen im Werderland.

Vielfältig und artenreich, aber auch widersprüchlich: So zeigt sich das Naturschutzgebiet Werderland im Norden von Bremen. Wiesen und Dutzende Gräben prägen die Landschaft an der Mündung der Lesum in die Weser. Diese Kombination lockt zahlreiche Tiere an, die sonst nur noch wenig Lebensraum finden: Vögel wie Blaukehlchen und Rohrdommel, Nachtigall und Eisvogel, mehr als 30 verschiedene Tagfalter sowie Libellen und Amphiebien. In den Wintermonaten rasten dort außerdem Tausende nordische Gänse und andere Wasservögel. Unmittelbar neben diesem Idyll stehen ein gewaltiges Stahlwerk und als Zeichen moderner Industrie mehrere große Windkraftanlagen.

Das Werderland

Das Werderland und seine Geheimnisse

Nordtour -

Abgeschieden von der Stadt befindet sich im Norden Bremens ein schönes Naturschutzgebiet: das Werderland. Es ist ein Ort voller Geschichten. Einst lag hier das Dorf Mittelsbüren.

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Wandern zwischen Natur und Industrie

Das Naturschutzgebiet wurde 1996 ausgewiesen und vier Jahre später auf insgesamt 3,3 Quadratkilometer Fläche erweitert. Gemeinsam mit dem benachbarten Schutzgebiet Dunger See, der bei Baggerarbeiten entstanden ist, bietet sich das Werderland als interessantes Ausflugsziel für Naturfreunde an. Ein Wander- und Radweg führt vom Dunger See an der Lesum in südlicher Richtung zur Moorlosen Kirche am Weserdeich, einer Pfarrkirche aus dem Jahr 1846. Auf halber Strecke des gut fünf Kilometer langen Weges steht die Ilsenburger Hütte. Der Aussichtspavillon bietet einen Rundumblick auf das Schutzgebiet, aber auch auf die Industrie- und Hafenflächen östlich des Weges. Aus der erhöhten Position sieht man, wie der Wasserstand im Werderland über Kanäle und mithilfe von Stauanlagen reguliert wird. Rund um den Dunger See und an der Moorlosen Kirche informieren Tafeln über weitere Besonderheiten des Naturschutzgebietes.

Mitten durch das Schutzgebiet

In den Sommermonaten gibt es mit dem Ökoweg eine weitere, etwas längere Verbindung zwischen Dunger See und Weser, die im Winter häufig überschwemmt ist. Diese Route führt mitten durch das ansonsten kaum zugängliche Schutzgebiet. Für eine Rundwanderung bietet sich die Kombination beider Wege an. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann von der Moorlosen Kirche aus auf dem Weserdeich flussabwärts bis zum Schönebecker Sand fahren. Dort mündet die Lesum in die Weser. An der Lesum entlang, vorbei an einem Sperrwerk, geht es dann zurück zum Dunger See. Von zwei Aussichtspunkten am Nord- und Südufer lässt sich dort die vielfältige Vogelwelt gut beobachten.

Sortenvielfalt im Obstgarten

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Auf dem einstigen Gutsgelände Große Dunge wachen Dutzende verschiedener Obstbäume.

Gleich nebenan lohnt sich noch ein Blick auf die Große Dunge, eine Streuobstwiese. Auf dem verwilderten Gelände eines früheren Landguts wachsen mehr als 400 Obstbäume, darunter 100 verschiedene Apfelsorten und jeweils rund 50 Birnen- und Kirschsorten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat sie in den vergangenen Jahrzehnten gepflanzt und lädt jeweils zur Ernte im Herbst zu einem Apfelfest ein. Weitere Informationen über das Werderland bietet eine Website der Hansestadt Bremen.

Karte: Naturschutzgebiet Werderland
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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 27.05.2017 | 18:00 Uhr

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