Stand: 31.07.2017 09:35 Uhr

So haben Sie lange Freude an Pelargonien

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Geranien vor dem Fenster? Botanisch gesehen handelt es sich bei den beliebten Pflanzen um Pelargonien.

Bei idealen Bedingungen blühen sie so üppig, dass von den Blättern der Pflanze kaum noch etwas zu sehen ist: Pelargonien, besser bekannt unter dem Namen Geranie. Diese umgangssprachliche Bezeichnung ist botanisch gesehen allerdings nicht korrekt. Hinter der botanischen Bezeichnung Geranium verbirgt sich nämlich die bekannte Gattung Storchschnabel - eine winterharte Staude. Pelargonien, mit der botanischen Bezeichnung Pelargonium, stammen ursprünglich aus dem Süden Afrikas und sind nicht winterhart. Einzige Gemeinsamkeit dieser beiden Gattungen: Sie gehören zur Familie der Storchschnabelgewächse - Lateinisch Geraniaceae.

Die Unterschiede lassen sich gut an den verschieden geformten Blättern erkennen: Pelargonien haben am unteren Teil der Blüte drei kleinere sogenannte Kronblätter und zwei größere Blätter am oberen Rand. Der Storchschnabel hat fünf symmetrische Blütenblätter.

Pelargonien passen immer - ob im Beet oder Salat

Blütenreich und wohlriechend: Duftpelargonien       

Duftpelargonien unterscheiden sich von anderen Pelargonien durch einen intensiven Duft nach Minze, Rosen, Zitronen oder Gewürzen. Der Duft tritt besonders hervor, wenn man die Blätter leicht reibt, denn dann werden ätherische Öle freigesetzt. Die robuste Sorte "Lillibet" beispielsweise wurde 2013 zur "Pflanze des Nordens" gekürt. Ihre Blätter duften angenehm nach Zitrone und halten Mücken und Wespen fern.

Standort und Pflege

Pelargonien bevorzugen einen sonnigen Standort und blühen von Mai bis Oktober. Es gibt sowohl hängende als auch aufrechte Wuchsformen. Meist werden sie in Kübel, Ampeln und Balkonkästen gepflanzt. Sie können aber auch direkt ins Beet gesetzt werden. Pelargonien sollten gleichmäßig feucht gehalten werden, vertragen aber auch gelegentliche Trockenheit. Als Faustregel gilt: Lieber häufiger wenig gießen. Insbesondere junge Pflanzen dürfen nicht zu intensiv gewässert werden. Sie blühen dann reichlich und die Gefahr von Krankheiten wird verringert. Für die Düngung reicht ein normaler Flüssigdünger für Blühpflanzen aus. Es gibt zwar auch spezielles Düngemittel, dieses ist jedoch nicht erforderlich. Abgestorbene Blütenstände regelmäßig entfernen.

Pelargonien durch Rückschnitt überwintern

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Nach den Eisheiligen können Pelargonien endlich aus dem Winterquartier.

Viele Blumenliebhaber erfreuen sich nur eine Sommersaison lang an ihren Pelargonien und kaufen jedes Frühjahr neue Pflanzen. Zwar sind sie sehr kälteempfindlich, aber es gibt einen einfachen Weg, die Pelargonien zu überwintern. Bevor die ersten Fröste drohen, werden die Pflanzen mit einer scharfen Gartenschere kräftig zurückgeschnitten. Pro Seitentrieb zwei bis drei verdickte Knoten stehen lassen und alle Blätter abschneiden. Dann die Pflanzen vorsichtig aus Beet oder Topf nehmen und lockere Erde entfernen, dabei möglichst die feinen Wurzeln erhalten. Die gestutzten Pflanzen in einen Blumentopf stellen und die Wurzeln mit einer Mischung aus Sand und Erde bedecken. Den Topf bei fünf bis zehn Grad an einen hellen Ort stellen und die Wurzeln über den Winter leicht feucht halten. Nach den Eisheiligen im Mai die Pflanzen in neue Töpfe mit frischer Erde setzen und nach draußen stellen.

Der Wintergarten als Alternative

Pelargonien können auch in einem hellen Wintergarten gehalten werden. Die einzige Voraussetzung ist die richtige Temperatur: Zwischen 15 und 17 Grad Celsius sollten höchstens herrschen. Der geeignete Standort ist direkt am Fenster, sodass die Pflanze möglichst viel Licht abbekommt.

Einfache Vermehrung durch Stecklinge

Wer seine Pelargonien vermehren will, schneidet oder bricht einen circa fingerlangen Trieb mit Blättern knapp unterhalb des letzten Blattknotens ab. Dadurch wird die Mutterpflanze nicht verletzt - im Gegenteil: Sie wird zu neuer Blütenbildung angeregt. Um die Verdunstungsfläche zu reduzieren und dem Steckling die Chance zu geben, sich ganz auf die Wurzelbildung zu konzentrieren, die Blattmasse mit einem (sauberen!) Messer kürzen. Dabei auch Blütenstiele und Knospen entfernen. Jetzt den Steckling zwei Zentimeter tief in spezielle Aufzuchterde stecken, sanft angießen und für die nächsten Wochen leicht feucht halten.

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 25.05.2017 | 19:30 Uhr

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