Stand: 26.10.2015 11:25 Uhr

Garten im Herbst: Pflanzen vor Kälte schützen

Der Oktober ist die beste Zeit, um Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten auf den Winter vorzubereiten. Wer wissen möchte, wie viel Frost seine Pflanzen vertragen, kann sich an den sogenannten USDA-Klimazonen orientieren. In Norddeutschland können Pflanzen mit einer Frostverträglichkeit von 7a (bis minus 17,7 Grad) und 8b (minus 9,4 Grad) im Freien überleben. Die Frostverträglichkeit - auch Winterhärtegrad genannt - steht meist auf dem Etikett der Pflanze. Wer das Schild nicht mehr hat, kann bei seinem Händler nachfragen. Pflanzen mit einem zu niedrigen Winterhärtegrad müssen im Haus überwintern. Markt gibt Tipps, wie winterfeste Rosen, Stauden und Kübelpflanzen die kalte Jahreszeit überleben.

Kübelpflanzen vor Kälte schützen - was hilft?

Rosen: Empfindliche Stellen schützen

Rosen sollten mit einem luftdurchlässigen Material abgedeckt werden, zum Beispiel mit Tannen- oder Fichtenreisig. Die Zweige schützen nicht nur vor Frost und Wind, sondern beschatten die empfindlichen Pflanzenteile. Denn scheint die Sonne bei Frost auf die Rosentriebe, kann die Rinde wegen des Temperaturunterschieds aufplatzen. Um Veredelungsstellen zu schützen, häuft man Gartenerde oder Rindenhumus an. Bei Rosen mit hohem Stamm werden Veredelungsstellen mit einem leeren Papiersack geschützt - einfach über die Krone stülpen, am Stamm zusammenraffen und befestigen.

Stauden: Laub und Schilfmatte gegen Frost

Die meisten heimischen Stauden und Gehölze sind an das Klima in unseren Breiten angepasst. Sie überdauern den Winter ohne Frostschäden. Einige empfindliche Stauden benötigen jedoch Frostschutz, zum Beispiel Montbretien, Riesenblattlilien, das Riesenschaublatt und Jungpflanzen wie Scheinhasel, Taschentuchbaum, Duftesche, Strauchpfingstrosen und Kamelien. Hier sind zwei Maßnahmen empfehlenswert:

  • Laubpackung im Wurzelbereich: Am besten mit Bambusstäben und Kükendraht einen Zaun um die Pflanzen bauen und den Innenbereich in lockeren Schichten mit Laub füllen. Das Laub sollte so hoch liegen, dass der überwiegende Teil der Pflanzen noch zu sehen ist.
  • Schilfmatte: In sehr kalten Wintern oder bei zusätzlichem Wind sollte man sie wie ein Indianerzelt um die Pflanze aufstellen. Dabei auf ausreichenden Abstand zur Pflanze achten. Wichtig: Am Ende des Winters ist eine Schilfmatte bei Kamelien eher schädlich, weil sie dadurch zu früh austreiben können.

Kübelpflanzen: Hauswand schützt vor Wind

Pflanzen im Kübel sind besonders gefährdet: Die Erde friert schnell durch, Wind und Sonne lassen sie austrocknen. Deshalb sollte man sie vor eine windgeschützte Hauswand stellen und mit Vlies, Jutesäcken oder einer Schutzfolie ummanteln. Eine günstige Alternative: Dünne Zweige (Reisig) in die Kronen legen und die Wurzeln mit Tannengrün abdecken.

Vorsicht bei geschlossenen Verpackungen: Wenn sich die Luft bei Sonnenschein im Winter erwärmt, kann sich Schwitzwasser bilden. Viele Pflanzen vertragen den großen Temperaturunterschied nicht.

Dieses Thema im Programm:

Markt | 26.10.2015 | 20:15 Uhr

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