Stand: 22.12.2016 10:39 Uhr

Christrosen bringen Farbe in den Garten

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Die Blüten der Christrose sind nicht immer weiß - es gibt auch Sorten mit farbigen Blüten.

Rund um die Weihnachtszeit bringen Christrosen ordentlich Glanz in die Gärten. Sie gehören zu den wenigen Pflanzen, die selbst bei Eis und Schnee blühen. Die Winterblüher sind pflegeleicht und passen eigentlich in jeden Garten. Die meisten Christrosen gedeihen sehr gut im Halbschatten oder im Schatten von Büschen und Bäumen. Der Boden sollte gut mit Humus versorgt und durchlässig sein, denn Staunässe vertragen die langsam wachsenden Stauden nicht. Beschädigte Wurzeln von Christrosen leiden schnell unter Pilzbefall, deshalb besser dorthin pflanzen, wo im Frühling und Sommer nicht ständig mit dem Spaten gearbeitet wird.

Schöne Blüten bis April

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Christrosen sehen auch in Pflanzgefäßen sehr hübsch aus.

Wer geschickt kombiniert, kann von Oktober bis April blühende Christrosen im Garten haben. Eine besonders schöne und frühblühende Sorte trägt den Namen "Praecox". Diese legt mit ihren weißen bis weiß-rosa blühenden Blütenkelchen schon im Oktober nach den ersten Nachtfrösten los. Später, dafür aber bis April, blüht die Sorte "Pink Lady", sie hat - wie der Name es schon vermuten lässt - wunderschöne rosa Blüten, dazu dunkelgrüne Blätter. Christrosen blühen übrigens nicht nur im Garten, sondern sehen auch in dekorativen Pflanzgefäßen vor Hauseingängen oder als selbst gebastelter Kranz besonders schön aus.

Bedingt als Zimmerpflanze geeignet

Christrosen gehören normalerweise nach draußen. Doch wer sie zum Beispiel in der Weihnachtszeit gern als Dekoration in der Wohnung haben möchte, kann das für einen begrenzten Zeitraum tun. Je kühler und heller der Raum, desto besser. Langfristig leiden die Pflanzen jedoch. Wenn sie verblüht sind, kommen sie übergangsweise in einem kühlen Raum und können dann etwa ab März nach draußen beziehungsweise ins Beet.

Woher stammt der Name der Christrose?

Auf die Frage, wie die Christrose eigentlich zu ihrem Namen gekommen ist, gibt es als Antwort ganz viele Legenden. Eine davon lautet: Ein armer Hirtenjunge wollte in der Heiligen Nacht dem Jesuskind ein Geschenk bringen. Der Junge suchte nach einem Blümchen, fand aber keins. Da wurde er so traurig, dass er weinen musste und dort, wo die Tränen den Boden benetzten, da wuchs in Windeseile eine Pflanze empor mit schneeweißen Blüten, die Rosenblüten ähnelten. Diese Pflanze schenkte der Hirtenjunge dem Jesuskind und das war dann die Geburtsstunde der Christrose.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 24.12.2016 | 06:50 Uhr