Stand: 13.10.2016 16:09 Uhr

Das ABC der Gartengeräte

Das Angebot an Gartengeräten ist riesengroß, für jede Tätigkeit gibt es das passende Werkzeug. Da fühlt sich der Hobbygärtner schnell überfordert. Die Geräteausstattung ist abhängig von der Größe des Gartens. Aber auch die Bodenbeschaffenheit und die Art der Bepflanzung sind entscheidend bei der Auswahl. Je besser die Qualität der Gartengeräte ist, desto länger halten sie. Ergonomisch geformtes Werkzeug erleichtert nicht nur das Arbeiten, es beugt auch gesundheitlichen Schäden vor. Um Rückenschmerzen zu vermeiden, sollte man bei der Gartenarbeit auf eine aufrechte Körperhaltung achten.

Guter Halt und fester Griff

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Ergonomisch geformte Gartengeräte erleichtern die Arbeit im Garten.

Beim Kauf von Gartengeräten sollte man prüfen, ob sie gut in der Hand liegen und Griffsicherheit bieten. Am einfachsten ist es, im Gartencenter verschiedene Geräte auf ihre Handhabung zu testen. Qualitativ hochwertige Produkte haben zwar ihren Preis, doch meist lohnt sich die Investition. Nichts ist schlimmer, als nach wenigen Wochen feststellen zu müssen, dass beispielsweise die Rosen- oder Heckenschere nicht mehr scharf schneidet oder der Griff Blasen an den Händen verursacht. Ersteres schadet sowohl der Pflanze, die durch die ausgefranste Schnittfläche von Pilzbefall bedroht ist, als auch der Gesundheit des Hobbygärtners.

Werkzeuge fürs Grobe: Spaten und Co.

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Für die Handhabung des Spatens ist meistens der volle Körpereinsatz nötig.

Der Spaten - ein Klassiker unter den Gartengeräten. Er wird vor allem zum Umgraben von schweren Böden genutzt. Aber auch Arbeiten wie das Verpflanzen von Stauden und Gehölzen und das Abstechen von Rasenkanten werden mit dem Spaten erledigt. Für die Handhabung ist der volle Körpereinsatz nötig. Die Länge des Spatens ist ideal, wenn der Griff bei hängenden Armen bis an den Ellbogen reicht.

Alte Spaten verlangen häufig eine viel zu große Hebelwirkung. Das ist schlecht für den Rücken. Sinnvoll sind Spaten mit Aluminium-Stiel. Sie erleichtern nicht nur die schwere Arbeit des Grabens, sondern haben außerdem meist noch einen weiteren großen Vorteil: Der Stiel lässt sich auf die jeweilige Größe des Arbeitenden einstellen. Bis zur Hüfte sollte der Spaten nur gehen - je kürzer oder länger der Stiel, desto anstrengender ist die Arbeit damit.

Schaufeln: Holzstiele am besten geeignet

Fast genauso wichtig wie der Spaten ist die Schaufel - vom Aufnehmen und Transport von Sand, Erde, Kompost bis hin zu Schotter. Die Grabegabel gehört in jede gut sortierte Gerätesammlung. Die Gabel sollte möglichst aus Eisen oder rostfreiem Stahl sein, der Stiel aus Holz. Denn ein Holzstiel dämpft besser als einer aus Fiberglas oder Metall. Zudem lässt er sich einfacher ersetzen. Die Hacke darf natürlich auch nicht fehlen. Sie dient dem Glätten des Bodens. Je schwerer der Boden, desto kleiner sollte das Hackenblatt sein.

Lockern, Krümeln, Glätten: Geräte zur Bodenbearbeitung

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Sogenannte Aufsteckgeräte sind praktisch, weil nicht jedes Mal ein neuer Stiel gekauft werden muss.

Die Gartenharke ist ein Allround-Talent. Man kann damit glätten, einebnen und harken. Sie ist meistens aus Metall und Holz. Genauso unentbehrlich ist der Grubber, auch Dreizack genannt. Er erleichtert vor allem das Unkrautjäten. Durch seine speziell gewundenen Zinken werden dabei die Pflanzen geschont. Wer viele Laubbäume in seinem Garten stehen hat, sollte sich unbedingt einen Rechen oder einen Laubbesen besorgen. Auch Grasschnitt kann man damit wunderbar zusammenrechen. Laubbesen aus Kunststoff sind leicht und besonders belastbar.

  • All-in-one-Geräte: Der Fachhandel bietet Gartengeräte an, die sich quasi "per Knopfdruck" von Harke in Schaufel, Besen oder Hacke verwandeln können. Das ist gut und sinnvoll, um Platz und Geld zu sparen.

  • Textilband für festen Griff: Um das Gartengerät mit einem glatten Stiel trotzdem fest im Griff zu haben, sorgt Textilband für den nötigen Anti-Rutsch-Effekt. Es wird um den Stiel gewickelt und sorgt, wie ein Arbeitshandschuh, für den nötigen Halt.

  • Gartengeräte gut aufbewahren: Feuchtigkeit und Verschmutzungen sind die größten Feinde des Werkzeugs. Deshalb sollten Gartengeräte an einem trockenen Ort aufbewahrt und regelmäßig gesäubert werden. Vor allem im Herbst - nach den letzten Arbeiten - müssen Werkzeuge und Geräte vollständig von Schmutz befreit werden. Einige Gerätschaften sollte man im Herbst einfetten. Dasselbe gilt auch für Kleinwerkzeuge, wie Rosen- und Astschere, oder auch für Fugenkratzer.

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 13.10.2016 | 19:30 Uhr

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