Stand: 23.10.2016 15:17 Uhr

Philosoph Oskar Negt stellt Autobiografie vor

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Sozialphilosoph Oskar Negt spricht mit Altkanzler Gerhard Schröder über seine Autobiografie.

"Das ist das Ende des Flüchtlingsdaseins!", ruft Oskar Negt aus, als er 1955 in Oldenburg das Abiturzeugnis in den Händen hält. Zehn Jahre habe er als Flüchtling verbracht, schreibt Negt in seiner Autobiografie "Überlebensglück". Die Flucht aus Ostpreußen als Elfjähriger hat den 82-jährigen Sozialphilosophen geprägt. Nun stellt er in seiner Autobiografie eine Verbindung zwischen seiner eigenen Geschichte und der aktuellen Flüchtlingssituation her. Am Sonntag hat er mit Altkanzler Gerhard Schröder im Deutschen Theater in Göttingen über sein Buch gesprochen.

Jahrelang ist Negt von seiner Familie getrennt

"Es ist ein Buch, das zu schreiben mir größte Schwierigkeiten bereitet hat", sagte Negt bei der Vorstellung. "Ich musste mich selbst zu Lebzeiten zum Gegenstand der Untersuchung machen." Negt wuchs auf einem ostpreußischen Bauernhof auf und wurde auf der Flucht von seinen Eltern getrennt. Jahrelang war er in Internierungslagern, bis die Familie wieder zusammenfand.

Negt, einer der wichtigsten Sozialwissenschaftler

Der 82-Jährige ist ein Repräsentant der Frankfurter Schule und gilt als einer der wichtigsten Sozialwissenschaftler Deutschlands. Bis zu seiner Emeritierung lehrte er an der Universität Hannover. Der Steidl Verlag und der Göttinger Literaturherbst hatten gemeinsam zu der Buchpremiere im Deutschen Theater Göttingen eingeladen. Gleichzeitig wurde erstmals Negts Gesamtwerk in einer zwanzigbändigen Werkausgabe präsentiert.

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 23.10.2016 | 19:30 Uhr

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