Stand: 27.09.2017 17:27 Uhr

Nord- und Ostsee bekommen neue Schutzgebiete

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Schweinswale sollen durch die neuen Regeln besser geschützt werden.

Seit Mittwoch gelten neue Regeln zum Schutz der Meeresnatur: Das Bundesumweltministerium hat sechs Gebiete in der Nord- und Ostsee als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Dazu gehören "Doggerbank", "Borkum Riffgrund" und "Sylter Außenriff" in der Nordee und "Fehmarnbelt", "Kadetrinne" und "Pommersche Bucht" in der Ostsee. "Mit den Verordnungen werden wichtige Arten wie Schweinswale, Seehunde und Kegelrobben endlich wirksam geschützt," sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Außerdem sollen Sandbänke und Riffe vor Zerstörung bewahrt werden.

NABU: Ein Schritt in die richtige Richtung

Mit Inkrafttreten der neuen Regelungen ist es verboten in den Schutzgebieten Baggergut abzuladen, künstliche Inseln zu errichten und Aquakulturen anzulegen. Das geht den Naturschutzverbänden aber nicht weit genug. "Wir begrüßen diesen Schritt, aber es hätten noch viel mehr Arten in diese Verordnungen mit aufgenommen werden können," sagte Kim Detloff vom Naturschutzbund (NABU).

Die Ostseeküste der Insel Fehmarn. © Imago Fotograf: Imago/Blickwinkel

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Welche Folgen bringen die neuen Naturschutzgebiete in Nord- und Ostsee mit sich, die der Bund ausgewiesen hat? Die Beschäftigten im Angel-Tourismus reagieren mit Sorgen.

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Naturschutzverbände fordern ein stärkeres Signal

Der NABU veröffentlichte am Mittwoch zusammen mit sieben weiteren Naturschutzverbänden ein gemeinsames Statement. Darin heißt es: "Insbesondere müssen die Berufsfischerei, der Rohstoffabbau und die Schifffahrt in den Schutzgebieten beschränkt und kontrolliert werden." Meeresschutzexperte Detloff meint dazu, dass das Umweltministerium ein stärkeres Signal hätte senden müssen. "Sie hätten zum Beispiel das Verbot von Erdöl- und Erdgasförderung mit aufnehmen können." Die Naturschutzverbände kritisierten bereits im Februar 2016 den Entwurf der neuen Verordnungen.

Fehmarnbelt-Querung ist nicht beeinträchtigt

Die geplante Fehmarnbelt-Querung zwischen Dänemark und Deutschland ist durch die neuen Naturschutzverordnungen nicht beeinträchtigt. "Dafür gibt es eine Ausnahmeregelung", sagte Kim Detloff von NABU. "Da hat das Wirtschaftsministerium Druck gemacht. Wir halten das für einen großen Fehler."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.09.2017 | 16:30 Uhr

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