Stand: 02.11.2017 16:50 Uhr

Alle Facetten des Jazz in Göttingen

von Philipp Püschel

Vom 2. Bis 11. November findet das Göttinger Jazzfestival statt. Mit seiner 40-jährigen Geschichte ist es nicht nur eines der ältesten Festivals Deutschlands. Es ist auch für seine enorme stilistische Bandbreite bekannt.

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Das Deutsche Theater in Göttingen ist Hauptspielort des Göttinger Jazzfestivals.

Es gibt nur wenige Jazzfestivals in Deutschland, die auf eine ähnlich lange Geschichte zurückblicken. Auch nur wenige dieser traditionellen Festivals decken eine derart stilistische Bandbreite ab, die von der Jazztradition bis zum Aufspühren von neuen musikalischen Trends geht. Das Göttinger Jazzfestival feiert mit seiner diesjährigen Ausgabe sein 40. Jubiläum und verwandelt die Universitätsstadt wieder in einen großen Jazz-Club.

In der Uni-Mensa ging es los

Angefangen hat es vor vielen Jahren als Oldtime und Dixieland-Festival. Ove Volquartz, Jazzmusiker und seit vielen Jahren Mitgestalter des Festivlas, erinnert sich: "Das Ganze wurde im alten Mensa-Bereich durchgeführt. Wir hatten da das Taberna, das Blue Note und den Mensa-Raum. Das ging dann immer weiter und allmählich zeigte sich, dass die Akustik im Mensa-Bereich so miserabel war, dass das einer internationalen Band kaum noch zumutbar war."

Wegbereiter des Jazzfestivals

Zum Glück zog man dann ins Deutsche Theater um. Es ist bis heute der Spielort für das zweitägige Hauptprogramm. Den Freitag eröffnet die Band des nigerianischen Schlagzeugers Tony Allen, gefolgt vom Quartett A Novel of Anomaly mit dem Schweizer Stimmkünstler Andreas Schaerer und dem eigensinnigen Salon-Orchester Gourmet aus Finnland. Am Sonnabend stehen die Band von Altmeister und Weltstar Rolf Kühn auf der Bühne, das junge israelische Trio Shalosh und schließlich Sun Ra Arkestra mit seinem ursprünglich Space-Jazz.

Selbst internationale Größen wie Kenny Garrett oder Nils Petter Molsen erwiesen dem Festival in Südniedersachsen bereits die Ehre und machen es damit zu einem der bedeutendsten Jazz-Veranstaltungen in Deutschland.

Die Spektrum der Jazzmusik, die auf dem Festival gespielt wird, ist in den vergangenen Jahren breiter geworden. Der enge Kontakt zwischen Musikern und Publikum ist geblieben.

Sebastian Otto, einer der Hauptorganisatoren des Festivals, freut sich auf das Wiedersehen mit altbekannten Gästen: Regelmäßig dabei sei auch Gunter Hampel und der ist diese Jahr auch da. "Das ist, glaube ich, auch so ein Wegbereiter des Festivals." Hampel ist gerade 80 Jahre alt geworden.

Mainstream bis Avantgarde

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Der Trompeter und Komponist Markus Stockhausen und die Klarinettistin Tara Bouman spielen seit 2002 als Duo Moving Sounds zusammen. Moving Sounds zusammen.

Thärichen's Hendrixperience Orchestra, der Trompeter Joo Kraus, das Mucio Sa Trio, Subsystem + Efrat Alony, die Swing Club Cats, Moving Sounds mit Markus Stockhausen und Sara Bouman bestreiten weitere Konzerte des Festivals. - "Wir können kein Festival für ein Spezialpublikum machen, sondern müssen ein recht gemischtes Programm machen. Das heißt, dass wir vom Mainstream bis zur Avandgarde alles auf den großen Bühnen bringen", beschreibt Ove Volquartz das abwechslungsreiche Festival-Programm, das den Jaabwechslungsreiches Programm entstanden

Alle Facetten des Jazz in Göttingen

Das Göttinger Jazzfestival ist eines der ältesten seiner Art in Deutschlands. Auch in diesem Jahr ist wieder Jazz von lokalen und internationalen Künstlern wie Tony Allen zu hören.

Art:
Konzert
Datum:
Ende:
Ort:
Deutsches Theater
Theaterplatz 11
37073  Göttingen
Telefon:
(0551) 82 07 57 61
E-Mail:
info@jazzfestival-goettingen.de
Preis:
Konzerte: zwischen 7 und 35 Euro, 2-Tages-Pass: 60 Euro
Kartenverkauf:
z.B. über die Seite des Veranstalters: www.jazzfestival-goettingen.de/
Hinweis:
weitere Veranstaltungsorte in Göttingen: Altes Rathaus, Markt 4; musa e.V., Hagenweg 2a, Kino Lumière, Geismarlandstraße 19, KIMkultur, Angerstraße 1c, Kultur im Esel, Deichstraße 11, Sülbeck, Nörgelbuff, Groner Straße 23
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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | 02.11.2017 | 16:20 Uhr

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