Stand: 08.12.2015 16:00 Uhr

"Der kleine Prinz" als Trickfilm

Der kleine Prinz
Vorgestellt von Walli Müller

Wer um Antoine de Saint-Exupérys "Kleinen Prinzen" gebangt hat, der kann aufatmen, die Hollywood-Produktion verbindet das Beste aus zwei Welten: "Der kleine Prinz" wird in wunderbar altmodischer Stop-Motion-Technik zum Leben erweckt - mit einem Gesicht, das an geschnitzte Kasperlefiguren erinnert.

Drum herum gibt es eine Rahmenhandlung, die im modernen Computer-Animations-Look gehalten ist und von einem Mädchen erzählt, das schon als Kind ein Erwachsenen-Leben führen soll.

Philosophische Gedanken für Kinder

Keine Sekunde Zeit, um Freundschaften zu knüpfen oder gar der Fantasie freien Lauf zu lassen! Zum Glück wird beides angeregt von dem komischen Kauz, der nebenan wohnt und ein Alter Ego von de Saint-Exupéry sein könnte. Zum Papierflieger gefaltet, lässt er dem Mädchen die Geschichte vom "Kleinen Prinzen" auf den Schreibtisch flattern.

Während der alte Mann dem Mädchen die philosophischen Gedanken aus dem "Kleinen Prinzen" erklärt, werden sie auch für Kinder im Kino fassbarer. Eine kluge Konstruktion! Knautschgesichtige Animations-Figuren und übertriebene Flugzeug-Action in der Rahmenhandlung sind da verschmerzbar.

Das Weihnachts-Familienprogramm kann sich in diesem Jahr also wirklich sehen lassen. Ab dem 23.12. mischen dann auch die "Peanuts" noch mit. Man darf sich freuen auf das Wiedersehen mit Snoopy und Tollpatsch Charlie Brown - weil sie auch im modernen 3D-Look den alten Comic-Charme behalten und lieber Drachen steigen lassen als auf dem Gameboy herumzudaddeln.

Der kleine Prinz

Genre:
Animationsfilm
Produktionsjahr:
2015
Zusatzinfo:
mit Matthias Schweighöfer, Til Schweiger (deutsche Stimmen)
Regie:
Mark Osborne
Länge:
107 min.
FSK:
FSK ab 0 Jahre
Kinostart:
10. Dezember 2015

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 09.12.2015 | 06:40 Uhr

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