Symbolik: Ein bisschen Schließung in Gorleben

29.07.2014 17:08 Uhr

Die Einigung zwischen dem Bund und dem Land zur Zukunft des Erkundungsbergwerks Gorleben ist ein wichtiges Signal - und dennoch nur von symbolischem Wert. Ein Kommentar von Dorothee Gerwald. mehr

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NDR Info Nachrichten von 19:45 Uhr

EU verhängt weitere Sanktionen gegen Russland

Brüssel: Die Europäische Union hat beschlossen, wegen der Ukraine-Krise Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu verhängen. Die Botschafter der 28 EU-Staaten einigten sich auf eine Reihe von Zwangsmaßnahmen, wie Diplomaten mitteilten. Als Kernstück gelten Beschränkungen im Finanzbereich: Russischen Banken soll der Handel mit Anleihen in der EU verboten werden. Dadurch erhöhen sich die Kosten für die Finanzierung der als angeschlagen geltenden Wirtschaft. Auch die Rüstungsindustrie und die Energiewirtschaft Russlands sollen von den Sanktionen getroffen werden. Ziel ist es, Kremlchef Putin dazu zu bewegen, die prorussischen Separatisten in der Ost-Ukraine nicht länger zu unterstützen. Die Sanktionen müssen noch von den Regierungen der EU-Staaten gebilligt werden. Voraussichtlich am Donnerstag können sie in Kraft treten.

Kämpfe an Absturzstelle in Ostukraine

Moskau: Noch immer ist es internationalen Experten nicht gelungen, zu den Wrackteilen des in der Ost-Ukraine abgestürzten malaysischen Flugzeuges zu gelangen. Weil die Gefechte zwischen Ukrainischen Regierungstruppen und prorussichen Separatisten an der Absturzstelle anhalten, gaben die Ermittler einen weiteren Versuch auf. Die Außenminister Russlands und der USA forderten eine Feuerpause, um eine internationale und unabhängige Untersuchung des Absturzes zu ermöglichen. Lawrow und Kerry stützen sich dabei auf eine vom UN-Sicherheitsrat verabschiedete Resolution. Bei dem mutmaßlichen Abschuss des Verkehrsflugzeuges vor 12 Tagen waren fast 300 Menschen ums Leben gekommen.

Weiter Angriffe auf Gaza-Streifen

Gaza-Stadt: Israel setzt seine Angriffe auf den Gazastreifen fort. Von Kriegsschiffen aus, vom Land und aus der Luft bombardierte die Armee seit der vergangenen Nacht mehr als 100 Ziele in dem dicht besiedelten Küstengebiet. Beschossen wurden unter anderem Hafenanlagen, Kommandozentralen der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas und Waffenlager in Moscheen. Nach Angaben von Rettungsdiensten starben innerhalb weniger Stunden mehr als 100 Palästinenser, die meisten von ihnen seien Zivilisten. Zudem wurde das einzige Kraftwerk schwer beschädigt. Die Anlage kommt für knapp ein Drittel des Strombedarfs im Gazastreifen auf. Die Hamas feuerte erneut Raketen auf Israel ab. Die Israelische Armee tötete nach eigenen Angaben fünf palästinensische Kämpfer, die den Gazastreifen durch einen Tunnel verlassen wollten.

Pläne für Salzstock Gorleben vorgestellt

Lüchow: Der Bund und das Land Niedersachsen haben sich auf Eckpunkte verständigt, wie mit dem Salzstock Gorleben künftig umgegangen werden soll. Danach wird der Betrieb im Bergwerk auf ein Minimum reduziert, so lange die bundesweite Suche nach einem Endlager für Atommüll läuft. Wie der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Flasbarth, in Lüchow mitteilte, sollen lediglich zwei Schächte und deren Verbindung zugänglich bleiben. Außerdem wird es Flasbarth zufolge künftig keinen Besucherverkehr mehr geben. Der niedersächsische Umweltminister Wenzel sagte, auch die martialischen Sicherungsanlagen in Gorleben würden reduziert. Das solle ein Zeichen nach außen senden.

Haderthauer drohen Ermittlungen

München: Die Staatsanwaltschaft plant Ermittlungen gegen die bayerische Staatskanzlei-Chefin Haderthauer. Es geht um Betrugsverdacht, wie die Strafverfolgungsbehörde dem Landtag in München mitteilte. Ministerpräsident Seehofer hat bereits angekündigt, trotz des drohenden Verfahrens an Haderthauer festzuhalten, weil die Vorwürfe nicht einem Dienstvergehen gälten. Die Opposition in Bayern forderte hingegen den Rücktritt der Staatskanzlei-Chefin. Der Betrugsverdacht bezieht sich auf private Geschäfte im Zusammenhang mit der Modellauto-Firma, an der die CSU-Politikerin und ihr Mann beteiligt waren. Haderthauer erklärte, sie könne die Anschuldigungen in vollem Umfang widerlegen.

Hautkrebs in Deutschland auf dem Vormarsch

Wiesbaden: Die Zahl der Hautkrebspatienten in den deutschen Kliniken ist deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden allein im Jahr 2012 fast 92.000 Menschen mit dieser Diagnose in einem Krankenhaus behandelt. Das sei ein Anstieg von 23 Prozent binnen fünf Jahren. Nach Angaben der Behörde war das auch die größte Zuwachsrate unter allen Krebsbehandlungen in deutschen Kliniken. Demnach musste rund ein Viertel der Patienten wegen eines bösartigen Melanoms behandelt werden.

Wettervorhersage

Das Wetter: Nachts im Süden gewittriger Regen, nach Nordwesten hin locker bewölkt und meist trocken bei 19 bis 14 Grad. Morgen nach Osten hin weitere Schauer und Gewitter, sonst längere freundliche Abschnitte, maximal 21 bis 26 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag sonnig, 21 bis 26 Grad. Am Freitag heiter bei 23 bis 28 Grad.

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