US-Präsident Barack Obama hat bei seinem Besuch in Berlin die deutsch-amerikanische Freundschaft gewürdigt. Dietmar Riemer kommentiert Obamas Stippvisite und Rede in der Hauptstadt. mehr
Berlin: US-Präsident Obama hat in seiner Rede vor dem Brandenburger Tor eine neue Initiative zur atomaren Abrüstung angekündigt.
Die Sicherheit der USA und der Verbündeten sei auch dann gewährleistet, wenn die Zahl der amerikanischen Atomsprengköpfe um maximal ein Drittel reduziert werde, sagte Obama. Er wolle mit Moskau über gemeinsame Abrüstungsschritte verhandeln.
Russlands Präsident Putin reagierte ablehnend auf den Vorstoß. Er könne nicht zulassen, dass das Gleichgewicht im System der strategischen Abschreckung gestört werde, sagte Putin.
Zudem warb Obama für einen engagierten Kampf gegen den Klimawandel. Man brauche kühne Aktionen, um der Erd-Erwärmung Einhalt zu gebieten. In diesem Bereich seien Deutschland und Europa wegweisend.
Obamas Rede in Berlin war der Höhepunkt seines Deutschland-Besuchs.
Bei seiner Begegnung mit SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück am Abend zeigte Obama Verständnis für die deutschen Bedenken wegen des US-Spähprogramms PRISM, verteidigte die Überwachung aber auch.
Gericht: Brunsbüttel kein Zwischenlager
Schleswig: Das Oberverwaltungsgericht hat entschieden, dass die Genehmigung für das atomare Zwischenlager Brunsbüttel aufgehoben wird.
Das Gericht gab damit der Klage eines Anwohners statt, der Gefahren
durch mangelnden Schutz vor Terror-Angriffen geltend gemacht hatte.
In der Urteilsbegründung der Richter hieß es, das Bundesamt für Strahlenschutz habe diese Risiken nicht im erforderlichen Umfang berücksichtigt. Der Vorsitzende Richter Habermann sagte, unter anderem sei die Möglichkeit eines gezielten Absturzes eines Airbus A380 ausgeblendet worden, obwohl die erforderlichen Daten vorgelegen hätten.
Das für die Atomaufsicht zuständige Kieler Umweltministerium kündigte an, das Urteil zu prüfen. Zu möglichen Konsequenzen wollte sich eine Behördensprecherin noch nicht äußern.
Krisentreffen in Athen wegen ERT-Schließung
Athen: In der griechischen Hauptstadt sind die Chefs der drei Koalitionsparteien zusammengekommen, um ihren Streit über die Schließung des staatlichen Fernsehens, ERT, beizulegen.
Finden sie keine Lösung, droht das Regierungsbündnis aus Konservativen, Sozialisten und der Demokratischen Linken gut ein Jahr nach den Wahlen zu platzen. Ministerpräsident Samaras hatte über die ERT-Schließung ohne Zustimmung der Koalitionspartner entschieden. Sie fordern, dass der Staatsrundfunk wieder seinen Betrieb aufnimmt. Samaras will dagegen, dass der Sender den Betrieb nach einer Reform mit weniger Personal wieder aufnimmt.
EU will Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen
Brüssel: Die EU-Kommission hat an die Mitgliedsstaaten appelliert, den Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu verstärken.
Das Problem sei "dringlich", heißt es in einem heute in Brüssel veröffentlichten Papier. Beschlossene Fördergelder müssten vor allem in den kommenden beiden Jahren eingesetzt werden.
Bislang hat die EU zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit sechs Mlliarden Euro eingeplant. Die Gelder verteilen sich allerdings auf einen Zeitraum von insgesamt sieben Jahren. Mit dem Thema wollen sich Anfang Juli auch die EU-Arbeitsminister auf einem Treffen in Berlin befassen.
Gewitter stört Zugverkehr
Westerland: Heftige Gewitter haben in Schleswig-Holstein zu Behinderungen im Bahnverkehr geführt.
Nach mehreren Blitzeinschlägen waren auf der Strecke Niebüll - Westerland Bahnübergänge sowie Signalanlagen gestört. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, fuhren dadurch der Sylt Shuttle sowie die Nahverkehrszüge verspätet und teilweise unregelmäßig. Fahrgäste mussten zum Teil eine Stunde lang warten.
Wettervorhersage
Das Wetter:
In der Nacht gebietsweise bewölkt und teils kräftige Gewitter. Tiefstwerte 21 bis 15 Grad,
Morgen wechselnd bewölkt, teils noch länger sonnig, im Tagesverlauf vermehrt Schauer und Gewitter. Temperaturen von 25 Grad in Nordfriesland bis 33 Grad im Wendland, an den Küsten 19 bis 24 Grad.
Die weiteren Aussichten:
Am Freitag wechselnd bewölkt und teils gewittrige Schauer bei 17 bis 26 Grad. Am Sonnabend wechselhaft bei 18 bis 25 Grad.
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