Straße der Hoffnung

Montag, 20. November 2017, 23:15 bis 01:15 Uhr

Die Finanzkrise im Jahr 2008 traf Island mit voller Wucht. Das Bankensystem des Landes kam vollständig zum Erliegen, sogar vom Staatsbankrott war plötzlich die Rede. Die Folgen eines fehlgeschlagenen Systems wurden nirgends so deutlich erkennbar wie hier. Wie konnte es so weit kommen?

Dieser Film zeigt drei Menschen in Reykjavík zwei Jahre zuvor: Eine Alleinerziehende kommt mit ihrem Gehalt als Kindergärtnerin nicht mehr über die Runden und arbeitet nachts als Callgirl. Ein einst erfolgreicher Autor verfällt nach seiner Scheidung und dem Tod seiner Tochter ganz und gar dem Alkohol. Ein ehemaliger Fußballspieler versucht sich an einer Karriere als Banker und gerät in den Strudel moralisch bedenklicher Finanzgeschäfte.

Szenen aus "Straße der Hoffnung"

Die geschickt miteinander verflochtenen Episoden um die drei Figuren ergeben zusammen ein bedrückendes Porträt der isländischen Gesellschaft kurz vor ihrem Kollaps.

"Straße der Hoffnung" war 2015 der isländische Vorschlag für die Oscars. 2014 wurde der Film auf den Nordischen Filmtagen in Lübeck mit dem NDR Filmpreis ausgezeichnet.

Übersicht

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Produktionsland
Island
Produktionsjahr
2014
Schauspieler/in
Thorsteinn Bachmann als Móri
Hera Hilmarsdóttir als Eik
Thorvaldur David Krístjánsson als Sölvi
Sveinn Ólafur Gunnarsson als Gústi
Autor/in (Drehbuch)
Kamera
Jóhann Máni Jóhannsson
Regie
Baldvin Zophoníasson
Redaktion
Matthiesen, Karen
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