Stand: 31.03.2014 20:15 Uhr  | Archiv

Frühjahrsputz: Terrassen richtig reinigen

von Sonja Pölig

Es wird Frühling im Norden - endlich Zeit für sonnige Stunden auf der Terrasse. Doch die ist nach dem Winter oft durch Schmutz und grünen Belag verunstaltet. Meist hilft nur ein Frühjahrsputz. Für die Reinigung stehen in der Stichprobe von Markt drei Mittel zur Auswahl: chemische Grünbelag-Entferner, Hausmittel und Hochdruckreiniger. Welche Methode ist gründlich und umweltfreundlich? Und welche macht am wenigsten Arbeit? Markt gibt Tipps für eine saubere Terrasse ohne schädliche Nebenwirkungen.

Womit wird die Terrasse richtig sauber?

Reinigung mit Chemie ist häufig schlecht für die Umwelt

Chemische Grünbelag-Entferner gibt’s praktisch in jedem Baumarkt (ab circa vier Euro pro Fünf-Liter-Kanister). Es handele sich dabei um ein starkes Desinfektionsmittel gegen Algen, Grünbelag und Schimmel, erklärt Ludger Plaßmann vom Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hamburg. Die Terrasse selbst greift der Grünbelag-Entferner nicht an. Dennoch gibt es bei der Anwendung einiges zu beachten:

  • Den Grünbelag-Entferner einfach auf trockenem Untergrund aufbringen, danach einige Stunden einwirken lassen. Nach Aussage der Hersteller sind keine Nacharbeiten nötig.
  • Wer direkt neben der Terrasse Rasenflächen oder Pflanzen hat, sollte das Mittel beim Abspülen stark verdünnen, damit die Pflanzen keinen Schaden nehmen.
  • Auch Blumentöpfe lassen sich mit Grünbelag-Entferner reinigen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: Den Topf unbedingt mit viel Wasser abspülen, am besten für ein paar Stunden in einem Gefäß mit viel Wasser stehen lassen (wässern).

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Nach der Reinigung mit Grünbelagentferner sollte man Blumentöpfe gründlich wässern.

Das Umweltbundesamt stuft die Wirkstoffe in einigen Grünbelag-Entfernern als "umweltgefährlich" und "sehr giftig für Wasserorganismen" ein. Eine Freisetzung in die Umwelt sei zu vermeiden. Auch Umweltexperte Dirk Petersen von der  Verbraucherzentrale Hamburg sieht Grünbelagentferner kritisch: "Sie sollen nicht ins Grundwasser gelangen, aber das ist de facto bei einem Einsatz auf der Terrasse nicht möglich."

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Markt | 31.03.2014 | 20:15 Uhr