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Programmtipp
Klare Gemüsebrühe © picture-alliance / dpa / Stockfood Fotograf: Eising, Susie

Was steckt wirklich in Gemüsebrühe?

Markt
28.04.2014 | 20:15 Uhr

Gemüsebrühe ist die Grundlage für viele Gerichte. Das Angebot in Supermärkten und Bioläden ist riesig. Aber enthalten die Produkte wirklich viel Gemüse? Markt will’s wissen.mehr

 

Woran erkenne ich "gute" Schokolade?

Schokoladenriegel mit der Aufschrift Schmutzige Schokolade II © NDR Detailansicht des Bildes Auf den Verpackungen ist das Herkunftsland häufig nicht verzeichnet. Schokolade ist nicht gleich Schokolade. In vielen Tafeln steckt Kakao, der aus illegaler Kinderarbeit in Westafrika stammt. Wie erkenne ich das als Verbraucher? Und um es gleich vorwegzunehmen: Niemand kann mit hundertprozentiger Garantie sagen, dass in einer Schokolade keinerlei illegale Kinderarbeit steckt. Letztlich muss jeder selbst entscheiden, welchen Gütesiegeln er am meisten vertraut. Doch es gibt Kriterien, die bei der Entscheidungsfindung helfen. Anbei eine kleine Anleitung, wie Sie das Risiko minimieren, beim Kauf von Schokolade illegale Kinderarbeit zu unterstützen.

1. Prüfen Sie, woher die Schokolade kommt

Schauen Sie sich die Schokolade gut an. Steht auf der Packung, wo der Kakao produziert wurde? Der mit Abstand größte Teil des weltweit produzierten Kakaos kommt aus Westafrika - de facto 70 Prozent. In den dortigen Ländern herrscht wenig ode gar keine Kontrolle darüber, wer die Kakaobohnen anbaut, und illegale Kinderarbeit ist weit verbreitet. Besonders in der Elfenbeinküste gibt es einen Handel mit Kindern, die als Sklaven in der Kakaoproduktion eingesetzt werden.

Das bedeutet: Wenn kein Herkunftsland auf der Verpackung steht, kommt der Kakao mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Elfenbeinküste. Damit ist auch das Risiko groß, dass die Schokolade mithilfe illegaler Kinderarbeit oder von Opfern des Kinderhandels produziert wurde. Ganz wichtig: Mit Herkunftsland ist nicht das Land gemeint, in dem die Schokolade produziert wird, also etwa die Schweiz oder Belgien. In diesen Ländern finden Sie einen Kakaobaum allenfalls in botanischen Gärten. Das Herkunftsland ist das Land, wo die Kakaobohnen gewachsen sind und geerntet wurden. Das Herstellungsland hingegen ist das Land, in dem die billigen Kakaobohnen zu einem teuren Schokoladenprodukt verarbeitet werden - Deutschland, Belgien, die Schweiz oder andere Staaten der westlichen Welt.

Eine Tafel Schokolade hat oft verschiedene Herkunftsländer, denn Schokolade besteht aus einer Mischung von Kakaobutter und Kakaopulver - beides entstammt der Kakaobohne. Der weitaus größte Teil der Kakaobutter kommt aus der Elfenbeinküste. Es kann gut sein, dass das Kakaopulver in der Schokolade, die Sie kaufen, aus Ghana oder Venezuela kommt, aber die Kakaobutter aus der Elfenbeinküste.

Dieses Thema im Programm:

45 Min | 07.01.2013 | 22:00 Uhr

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/schmutzigeschokolade141.html
Logo der Sendung 45 Min © NDR
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Der Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie äußert sich zum Thema Kinderarbeit auf Kakaoplantagen.

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Übersicht der Veröffentlichungen des Südwind-Institutes.

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Eine Initiative der Schokoladen-Industrie in Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und NGOs.

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