Sendedatum: 22.04.2013 20:15 Uhr  | Archiv

Giftiges Benzol in Erfrischungsgetränken

von Alexa Höber
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Vorsicht, Erfrischungsgetränk! Toxikologen fordern einen besseren Verbraucherschutz.

Die Untersuchung von Markt zeigt: Der Konservierungsstoff Benzoesäure wird in Form von Natriumbenzoat noch verwendet.

"Ich bin der Auffassung, dass man bei einem so brisanten Problem inzwischen doch mehr hätte leisten müssen, um jetzt den Verbraucher vor diesen Benzolgehalten in den Getränken schützen zu können", kritisiert der Kieler Toxikologe Dr. Hermann Kruse.

Verbraucherschützerin Regina Aschman von der Verbraucherzentrale Bremen zeigt sich schockiert: "Was haben die Behörden gemacht seitdem? Gar nichts ist passiert. Aus Verbrauchersicht müsste so ein Konservierungsstoff - und darum handelt es sich ja bei Benzoesäure - verboten werden, wenn es dazu kommt, dass tatsächlich gefährliche Substanzen wie Benzol dabei entstehen können."

So reagieren die Hersteller

Der Hersteller von "Fitness Cherry", die HMB Vertriebs GmbH aus Husum, sieht das anders. Zitat: "Für eine höchstmögliche mikrobiologische Sicherheit bei stillen Erfrischungsgetränken ist die Verwendung von Natriumbenzoat unumgänglich". Gerolsteiner Brunnen erklärt, dass eigene Analysen keine Auffälligkeiten bei der Benzolbildung ergeben hätten. Trotzdem prüft das Unternehmen jetzt, wie es künftig ganz auf Konservierungsstoffe verzichten könne. Der Hersteller von "Fun One zuckerfrei" äußert sich nicht. Edeka als Verkäufer bedankt sich für die Recherche von Markt und will seine Filialen informieren, die "Fun One" verkaufen. Christinen Brunnen kündigte an, den "Multivitaminsaft" vorsorglich vom Markt zu nehmen.

Dieses Thema im Programm:

Markt | 22.04.2013 | 20:15 Uhr

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