Stand: 19.02.2017 08:57 Uhr

Schutz vor unseriösen Schlüsseldiensten

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Aufbohren ist meist nicht nötig. Einige Anbieter machen es trotzdem - um abzukassieren.

Ausgesperrt aus der eigenen Wohnung - für diesen Notfall gibt es Schlüsseldienste. Doch in der Branche gibt es auch unseriöse Anbieter, die aus der Notlage ihrer Kunden Profit schlagen wollen. In einer Untersuchung der Verbraucherzentrale Berlin aus dem Jahr 2014 waren neun von zehn Rechnungen von Schlüsseldiensten zu hoch.

Das Öffnen einer zugefallenen Tür sollte nicht mehr als 100 Euro kosten, an Wochenenden und nachts höchstens 160 Euro. Wer mehr bezahlt hat, kann ein Musterschreiben an den Schlüsseldienst schicken. Damit es gar nicht erst soweit kommt, stellt Markt die wichtigsten Tipps der Verbraucherzentrale und der Stiftung Warentest zusammen.

Kostenfalle Schlüsseldienst: So schützen Sie sich

  • Schlüsseldienst finden: Wählen Sie einen örtlichen Anbieter mit einem möglichst kurzen Anfahrtsweg. Finger weg von kostenpflichten 0900-Nummern. Wer im Telefonbuch nach Schlüsseldiensten sucht, sollte Anbieter meiden, deren Firma mit "AAA" beginnt und ganz vorn steht.
  • Kosten klären: Schildern Sie das Problem möglichst genau, zum Beispiel: "Die Tür ist nur zugefallen." Das Auswechseln des Schlosses ist meistens nicht notwendig. Ein seriöser Anbieter nennt Anfahrtskosten und Stundensätze.
  • Preise vergleichen: Rufen Sie zwei bis drei Schlüsseldienste an, bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden.
  • Festpreis vereinbaren: Handeln Sie mit dem Schlüsseldienst unter Zeugen einen Festpreis aus - für das Öffnen einer zugefallenen Tür maximal 100 Euro oder nachts und am Wochenende 160 Euro.
  • Zweiten Mitarbeiter ablehnen: Schickt der Schlüsseldienst zwei Monteure, lehnen Sie die Arbeitskraft eines Mitarbeiters ausdrücklich ab. Für das Öffnen einer Tür reicht eine Fachkraft.
  • Auftragsformular prüfen: Lesen Sie das Auftragsformular genau durch, bevor Sie es unterschreiben. Streichen Sie nicht vereinbarte Regelungen durch.
  • Tür gewaltlos öffnen: Meist lassen sich verschlossene Türen öffnen, ohne Schloss und Beschläge zu beschädigen. Greift der Monteur zur Bohrmaschine, beenden Sie die Arbeiten.
  • Rechnungsbetrag überweisen: Lassen Sie sich eine Rechnung mit detaillierten Einzelposten vorlegen. Ist alles korrekt, überweisen Sie den Betrag. Zahlen Sie keine Bearbeitungs- oder Buchungsgebühren.
  • Polizei rufen: Setzt der Monteur Sie unter Druck, den Rechnungsbetrag in bar zu bezahlen, rufen Sie die Polizei. Nötigung und Erpressung sind Straftatbestände.
  • Notfall vermeiden: Hinterlegen Sie für Notfälle einen Schlüssel in der Nähe, zum Beispiel bei einem Nachbarn. Lassen Sie sich von der örtlichen Metallinnung eine Liste mit Schlossern geben, die auch als Schlüsseldienst tätig sind.

Eine Hand zeigt auf ein Türschließblech.

Schlüsseldienst: Wie dubiose Firmen abkassieren

Markt -

Wenn der Haustürschlüssel verschwunden ist, helfen Schlüsseldienste beim Öffnen der Tür. Doch wie schnell, professionell und zu welchem Preis helfen die Anbieter?

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 20.02.2017 | 20:15 Uhr

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