Stand: 11.09.2017 12:47 Uhr

Schadstoffe in Plissees: Tipps für den Kauf

von Jessica Ostermünchner

Plissees im Fenster dienen als Sichtschutz und können Räume abdunkeln, ähnlich wie eine Jalousie. Sie sind eine beliebte Alternative zur klassischen Gardine. Doch Schadstoffe in einigen Plissees können zu gesundheitlichen Beschwerden führen, beispielsweise geschwollene Augen, Atemnot und Kopfweh. In einer Untersuchung von Markt fand ein Labor in den Raumtextilien Stoffe, die allergische Reaktionen auslösen können. Der Hersteller beruft sich auf das Produktlabel Ökotex 100 für schadstoffgeprüfte Textilien.

Plisses

Plissees: Allergien durch Schadstoffe?

Markt -

Plissees sind eine beliebte Alternative zu Jalousien und Gardinen. Doch einige Modelle enthalten Schadstoffe, die gesundheitliche Beschwerden wie Allergien hervorrufen können.

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Behandelte Stoffe können Allergien auslösen

Viele Plissees sind waschbar, für Feuchträume wie Badezimmer geeignet oder schützen vor UV-Strahlen. Doch für die praktischen Eigenschaften müssen Hersteller die Plissees mit Chemikalien behandeln, die an die Raumluft gelangen können und möglicherweise gesundheitliche Risiken bergen:

  • Um ein Plissee vor Schimmel zu schützen, werden die Stoffe oft bei der Herstellung mit Fungiziden behandelt.
  • UV-Schutz bietet zum Beispiel die Substanzen Ethylhexylacrylat und Butanonoxim, die Haut und Atemwege reizen können.

Auch wenn Plissees ein Umweltsiegel wie Ökotex tragen und die verwendeten Chemikalien den gesetzlichen Richtlinien entsprechen, können sie zu körperlichen Reaktionen wie Kopfschmerzen, Hautrötungen und Augenschwellungen führen. Allergien können bereits durch geringe Mengen der Chemikalien ausgelöst werden.

Tipps für den Plissee-Kauf

Beim Kauf eines Plissees sollte man diese Punkte beachten:

  • Für Badezimmer verwendet man am besten ein Plissee, das für Feuchträume geeignet ist. So lässt sich verhindern, dass Schimmel den Stoff befällt. Wichtig ist regelmäßiges Lüften, damit die Luftfeuchtigkeit relativ niedrig bleibt. Außerdem kann der Luftaustausch verhindern, dass sich mögliche Ausdünstungen aus dem behandelten Plissee-Stoff in der Raumluft ansammeln.
  • In Räumen wie Wohnzimmer oder Schlafzimmer ist ein unbehandeltes Plissee vorteilhaft. Bei diesen Modellen besteht das geringste Risiko, dass sie schädliche Substanzen ausdünsten.
  • Vorsicht vor grellen Farben oder besonderem Faltenwurf: Solche optischen Effekte erreichen die Hersteller meist mit chemischer Behandlung. Je mehr Substanzen im Plissee verwendet werden, umso größer ist das Risiko, dass sich einzelne Verbindungen freisetzen.

Dieses Thema im Programm:

Markt | 11.09.2017 | 20:15 Uhr

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